Premiere am 29. Juli 2017 Heiße Probenphase für „Flashdance“ in Meppen

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Meppen. „Flashdance“ ist einer der großen Kultfilme der 1980er-Jahre. Er brachte Welthits wie „Maniac“,„I Love Rock’n’Roll“, „Gloria“ und nicht zuletzt „What a Feeling“ hervor. In Meppen sind sie als Hauptstück der Meppener Freilichtbühne ab 29. Juli 2017, 20 Uhr, zu hören. Die Proben dafür laufen auf Hochtouren.

Es ist heiß. Die Sonne knallt zwischen den Bäumen der Freilichtbühne. Nichts erinnert mehr an das heftige Gewitter vom Mittwochabend. Die Kulisse hat dem Sturm standgehalten. Ein Helfer schiebt eine Bar aus dem Requisitenbereich auf die Bühne. Aus dem „Off“ des Technikturms in der Mitte des Zuschauerbereichs ertönt ein kurzes „Los geht’s“.

Agieren im Nichts

Los geht’s bedeutet an diesem Donnerstagnachmittag Szenen-und Songproben der Solisten. Nina Links, (als Gast des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden) die die Hauptrolle der Alex Owens spielt, trägt leichte Garderobe: Trägershirt, dünne Leggins. Dazu ist sie bereits in Tanzschuhe geschlüpft. Die hat ihr Partner Ulrich Kaßburg noch in der Garderobe gelassen. In Jeans, Poloshirt und Sportschuhen nimmt er als Nick Hurley seine Position ein paar Meter vor der Bar ein. Von beiden ist Fantasie gefragt, sich im dortigen Nichts die Kantine von Hurley Steel, einem Konzern in Pittsburgh, Pennsylvania, vorzustellen, in der die Stahlarbeiter hier Tag für Tag sitzen.

Reinschauen: Besuch in der Schneiderei der Freilichtbühne Meppen

Zu ihnen gehört auch die junge ehrgeizige Alex, die aus kleinen Verhältnissen stammt und den großen Traum hat, Tänzerin zu werden. Um sich ihn zu erfüllen, arbeitet sie zunächst tagsüber in einem Stahlwerk, nachts tanzt sie zusätzlich in einer Bar. Sie hat eine Mentorin, eine ehemalige Primaballerina, Hannah, die sie finanziell unterstützt und ihr hilft, tanzen zu lernen.

Im Stahlwerk lernt Alex den Sohn des Chefs kennen, Nick Hurley. Der ehrgeizige und sehr seriöse junge Mann, verliebt sich sofort in sie. Seine Art gefällt Alex zunächst allerdings nicht. Auf seine Flirtversuche in der Kantine reagiert sie zynisch, zeigt ihm die kalte Schulter.

Facetten gefragt

Wie das in dem Musical in Meppen rüberkommen soll, daran arbeiten die Akteure und Regisseurin Iris Limbarth (Wiesbaden) an diesem Nachmittag akribisch. Feinschliff der Rollen ist angesagt. Viermal lässt die künstlerische Leiterin die Kantinenszene wiederholen. „Versuch mal, dass du die Alex mehr ignorierst, wenn du in den Raum kommst, dass du dein großes Interesse an ihr nach außen herunterspielst“, ruft sie Nick-Darsteller Kaßburg von ihrem Platz in der ersten Zuschauerreihe zu. Jeden Schritt, jede Gestik der Akteure verfolgt sie genau, lobt Fortschritte, die sich mit jeder Wiederholung schnell einstellen. Perfekt ist die Szene für Limbarth aber noch nicht ganz. „Es müssen jetzt die Facetten gespielt werden. Lasst euch mehr Zeit, macht das alles eher so wie im richtigen Leben. Der Nick will Alex, aber er will es nicht gleich allen in der Kantine zeigen.“

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Die Ansage kommt an. Plötzlich flutscht die Szene, obwohl sie zu zweit schwierig zu proben ist. Noch fehlen die anderen Kantinenbesucher, deren Darsteller erst in späteren Szenenproben dabei sind. Wie schwierig es ist, mit diesen „Löchern, die da überall sind“, zu spielen, wie Kaßburg es schmunzelnd nennt, erlebt Rainer Maaß kurz darauf. Er wird die Rolle des Nick bei den Aufführungen im Wechsel mit Kaßburg spielen. Während der kurze Pause hat, im Schatten auf einem Besuchersitz Platz nimmt und einen kräftigen Schluck aus der großen Wasserflasche trinkt, gibt er den Nick. Viel von dem vorher Gesehenen setzt er um. Der Feinschliff der Regisseurin wirkt.

Porsche als Pluspunkt?

Auch in der Szene in der Garderobe in Harry’s Bar. Alex sitzt dort mit drei anderen Mädchen an einem Frisiertisch, sie unterhalten sich über Nick. Eine von ihnen ist Tess. Gespielt wird sie von Julia Felthaus, der großen Meppener Musicalsängerin. Die vier beratschlagen intensiv, ob Nick der Richtige für Alex sein könnte. Einen Pluspunkt habe er ja auf jeden Fall: einen Porsche. Mädchen-Gelächter und imaginäres Ausbessern eines Kostüms begleiten die Szene, lassen Limbarth schmunzeln. Ihr Daumen geht hoch in Richtung Alex und Tess.

Stück für Stück fügt sich „Flashdance“ zusammen. Es soll, so seine Regisseurin, in Meppen als Musical daherkommen, „das den Zuschauern mitreißende Tanznummern, witzige Szenen, aber auch zu Herzen gehende ernste Momente und natürlich auch viel Romantik“ bietet. Und ein Happy End? Das erfahren die Besucher bei der Premiere am Samstag, 29. Juli 2017, ab 20 Uhr.


Die Aufführungstermine:

Samstag, 29. Juli 20.00 Uhr (Premiere)

Freitag, 04. August 20.00 Uhr

Samstag, 05. August 20.00 Uhr

Freitag, 11. August 20.00 Uhr

Samstag, 12. August 20.00 Uhr

Freitag, 18. August 20.00 Uhr

Samstag, 19. August 20.00 Uhr

Freitag, 25. August 20.00 Uhr

Samstag, 26. August 20.00 Uhr

Freitag, 01. September 20.00 Uhr

Samstag, 02. September 20.00 Uhr

Freitag, 08. September 20.00 Uhr

Samstag, 09. September 20.00 Uhr

Kartenreservierung: Telefon: 0 18 02/88 121 88

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