zuletzt aktualisiert vor

Hunderte Liter Diesel ausgelaufen Zugunfall am Meppener Bahnhof: Lok fährt auf stehenden Zug auf

Von Torsten Albrecht, Meike Baars, Matthias Brüning und Konstantin Stumpe


Meppen. Zu einem Rangierunfall am Meppener Bahnhof ist es in der Nacht zum Freitag gegen 23.45 Uhr gekommen. Abgestellte Waggons waren laut Informationen der Bundespolizei auf eine rangierende Lokomotive der Emsländischen Eisenbahn (EEB) in Höhe der Riedemannstraße aufgefahren.

Beim Rangieren auf Gleis vier des Meppener Bahnhofs hatten sich nach Angaben der Bundespolizei in Bad Bentheim zwei abgestellte Waggons hinter der Lok in Bewegung gesetzt. Beim Zusammenstoß mit dem stehenden Zug riss der Dieseltank der Lokomotive. Hunderte Liter Kraftstoff traten aus. Ein weiterer Waggon wurde leicht beschädigt.

„Das meiste des Kraftstoffs konnte von den rund 30 Einsatzkräften der Feuerwehr Meppen aufgefangen werden“, sagte Daniel Hunfeld, von der Bundespolizei im Gespräch mit der Redaktion. Weitere rund 3000 Liter aus dem Tank konnten in ein von der EEB gestelltes Fahrzeug abgepumpt werden. Ein Teil des Diesels sei jedoch auf den Boden gelaufen. Daher sei die Untere Wasserbehörde verständigt worden.

Kreisbaurat Dirk Kopmeyer kündigte unverzüglich Bodenuntersuchungen an, um den Sanierungsaufwand zu bestimmen. Außerdem werde die Fläche, auf der der Diesel austrat, bei Regen mit Folie bedeckt, um ein Auswaschen des Kraftstoffs ins Erdreich zu verhindern.

Ursache noch unklar

Weshalb sich die abgestellten Waggons in Bewegung gesetzt hatten, konnte der Sprecher der Bundespolizei nicht sagen. Um Aussagen über die Unfallursache zu machen, müssten zunächst umfassende Ermittlungsarbeiten angestellt werden. „Die Ermittlungen werden noch einige Tage andauern“, erklärte Hunfeld.

Zu einem Rangierunfall im Meppener Bahnhof ist es in der Nacht zu Freitag gekommen. Foto: Matthias Brüning

Rettungsdienst im Einsatz

Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von rund 100000 Euro. Da zunächst nicht klar war, ob auch Menschen verletzt worden waren, wurden vorsorglich auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes und ein Notarzt angefordert. Verletzt wurde laut dem Landkreis jedoch niemand. Ebenfalls vor Ort war der Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Keine Behinderungen auf der Strecke

Die Aufräumarbeiten dauerten bis etwa 1.30 Uhr, so die Bundespolizei. Die Strecke zwischen Emden und Münster musste von etwa 23.45 bis rund 1.30 Uhr gesperrt werden. In den frühen Morgenstunden wurde sie wieder freigegeben. Weder im Güter- noch im Personenverkehr kam es zu Behinderungen.


Blaulichtradar: Was ist in Ihrer Region passiert?
Was soll angezeigt werden?
current-position

0 Kommentare