Abijahrgang 1967 Ehemalige des Meppener Marianums treffen sich nach 50 Jahren

Von Heiner Harnack


Meppen. Vor 50 Jahren wurde erstmals ein Abiturjahrgang des Gymnasiums Marianum verabschiedet. Obwohl schon in den Sommerferien, ließ es sich Schulleiter Leo Pott nun nicht nehmen, fünf Abiturienten von 1967 über die Schule ausführlich zu informieren und mit ihnen einen Rundgang durch die Trakte zu unternehmen.

Zunächst ging es in die Caféteria, in der Leo Pott die einstigen Schüler Jürgen Hamschmidt, Helmut Diers, Aloys Zumsande, Hermann Falke und Josef Schulte sowie Pater Rudolf Bleischwitz begrüßte. Pott konnte, im Gegensatz zu der Zeit vor 50 Jahren, mit gigantischen Zahlen aufwarten: „Derzeit haben wir 1100 Schüler, 98 Lehrkräfte und zehn Mitarbeiter, die sich um den Betrieb kümmern.“

Zunächst habe man am Nagelshof noch zwei Lerngruppen unterbringen müssen, erinnerte er an beengte Zeiten an der Herzog-Arenberg-Straße. „Das Marianum ist eine Angebotsschule und unsere Idee ist, breitflächig vertreten zu sein“, machte Pott auf das große inhaltliche Spektrum aufmerksam. Rund 60 Prozent der Schüler kämen von außerhalb der Stadt Meppen, zeigte Pott auf, wie beliebt das Gymnasium auch über die Grenzen der Kreisstadt hinaus sei.

Werteorientiert ausbilden

„Wir versuchen, die jungen Menschen auch werteorientiert auszubilden“, richtete der Schulleiter, der seit 1981 am Haus ist, den Blick auch auf ein menschliches Miteinander am Marianum. „Wir wollen nicht elitär sein, aber schon für eine gemeinsame Idee von Eltern und Pädagogen eintreten, die dann den Schülern vermittelt werden soll.“ Glauben und religiöse Überzeugung könnten auch eine Basis für das Leben sein, erklärte Pott und erntete die Zustimmung der Ehemaligen. „Wir wollen junge Menschen mit einer guten Ausbildung haben und hinterher eine Verantwortung an den verschiedensten Stellen übernehmen.“

Pott, der selbst 1973 das Abitur abgelegt hatte, erklärte die vielen Baustellen an der Herzog-Arenberg-Straße damit, dass sich auch das Marianum weiter entwickeln müsse. Dazu gehöre auch das neue Haus der Naturwissenschaften für rund sieben Millionen Euro. „Natürlich müssen wir auch mit der Digitalisierung mitgehen“, gab er ein aktuelles Stichwort wieder. Man habe 1,3 Hektar Streuobstwiesen zu pflegen. Dazu kämen eine Imkerei, ein Schulgarten und ein Sportplatz in Kooperation mit dem SV Meppen, erläuterte er den Gästen die Entwicklung der Schule.

Noch immer mit der Schule verbunden

Helmut Diers erklärte nach dem Rundgang durch die Schule, dass es eigentlich „der helle Wahnsinn sei“, wie sich das Haus verändert habe. Zwischendurch hatte Pater Rudolf Bleischwitz das Kommando übernommen und die Gäste durch die ehemaligen Schlafsäle geführt, die heute als moderner Musiksaal und weitere Unterrichtsräume ausgestattet sind. Alle fünf Gäste erklärten, dass das Gymnasium Marianum ihre Wurzeln darstelle und sie deshalb sich immer noch mit der Schule verbunden fühlten.