Beeindruckendes Filmwerk Zweite Emsland-DVD über die Jahre 1957 bis 1979

Von Hermann-Josef Mammes


Meppen. Am Mittwoch hat die zweite DVD über das Emsland im Meppener Germania-Kino erfolgreich Premiere gefeiert. Erneut entstand das Werk als Kooperationsprojekt zwischen der Meppener Tagespost, Lingener Tagepost und Ems-Zeitung sowie der Firma art & weise Medienproduktion aus Marburg.

Wie Emsland-Redaktionsleiter Hermann-Josef Mammes sagte, „beleuchtet die erste DVD die Jahre von 1933 bis 1957“. Die neue DVD spiegelt die Jahre von 1957 bis 1979 wider. Mammes dankte den vielen geladenen Gästen: „Diese Produktion konnte nur gelingen, weil Sie uns erneute tatkräftig unterstützt haben.“ So entstand aus rund 50 Filmsequenzen von Lesern sowie aus der Wirtschaft und den Archiven des Emslandes eine „bewegend und imposante Dokumentation mit vielen Facetten emsländischer Zeitgeschichte“.

Viele Prominente

Nicht zuletzt dank der vielen Zeitzeugen wie Franz-Josef Buchholz, Albert Vinke oder auch Wolfgang Gersmann und deren persönlichen Erlebnissen werden die Bewegtbilder in den richtigen Kontext gestellt. Der 67-minütige Film zeigt nicht nur das Alltagsleben der Menschen, sondern auch viele Persönlichkeiten während ihrer Visiten im Landkreis. Da spielt Uwe Seeler mit seinem HSV bei einem Jubiläumsspiel 1969 gegen Amsia 09 in Papenburg, Bundespräsident Walter Scheel feiert mit den Lingenern die 1000-Jahrfeier und Bischof Helmut Hermann weiht die Kirche St. Michael in Lingen ein.

Der Film zeigt weiter frühere Einrichtungen wie die landwirtschaftliche Berufsschule für Mädchen in Werlte oder die Schifferberufsschule in Haren.

Boxkampf in Meppen

Wie bereits in der ersten DVD kommen das Schützenwesen und der Reitersport, hier in Herzlake, nicht zu kurz. Ein Kapitel widmet sich dem Kinderschützenfest mit Umzug 1958 in Lorup. Die beiden Bühnen in Ahmsen und Meppen finden sich ebenso mit alten Aufführungen wieder. Exotisch wirkt ein Boxkampf um die deutsche Meisterschaft auf der Freilichtbühne in Meppen. Es siegte 1958 der Harener Lokalmatadore Hans Friedrich. Nach der Premiere gab es von den Zuschauern viel Lob für den „sehenswerten und beeindruckenden Film“.