Nicht lauter als Schützenfest Goa-Festival im Funpark Meppen: Viel Lärm um nichts?

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Meppen. Das Goa-Festival in Meppen vom vergangenen Wochenende hat nicht bei allen für Begeisterung gesorgt. Die Anwohner beklagen eine massive Ruhestörung. Viele Leser verteidigen dagegen das Festival.

Die Anwohner der Hünensand-Siedlung in Meppen haben das diesjährige Pfingstfest in keiner guten Erinnerung. Von Freitagnachmittag bis Montagnachmittag drangen Techno-Beats vom anliegenden Funpark herüber. Sie sprechen von einer massiven Ruhestörung und fordern, dies dürfe sich nicht wiederholen. Die CDU Meppen springt ihnen zur Seite und behauptet gar, dass 2000 Menschen um ihren Schlaf gebracht worden seien.

Viele Leser der Meppener Tagespost zeigen auf unserer Facebook-Seite dagegen Verständnis für das Festival. „Man sollte vielleicht mal froh sein, dass es noch Leute gibt, die in unsere Region investieren, Werbung über die Grenzen hinaus machen und Touristen zu uns locken“, sagt zum Beispiel Tobias Ahlers aus Twist.

„Es gibt auch andere Lärmquellen“

Er habe einerseits schon Verständnis, wenn es Beschwerden bei dauerhafter Ruhestörung gibt. Andererseits gibt es laut Ahlers auch andere Quellen, die regelmäßig und nachts Lärm produzieren wie die Wehrtechnische Dienststelle 91 (WTD), Züge oder Betriebe. Er fragt sich deshalb: „Geht es hier wirklich um Lärmbelästigung oder einfach nur darum, aus Neid oder anderen Gründen den Leuten den Spaß zu verderben?“

Ahlers war selber nicht auf dem Festival. Er arbeitet aber im Industriegebiet Hüntel und konnte am Freitag die Musik auf dem Parkplatz seines Betriebes hören. „Ich empfand es aber nicht als störend oder lauter, als wenn ein Zug dort entlang fährt oder in der Umgebung der normale Arbeitsbetrieb und Verkehr stattfindet“, sagt der 28-Jährige.

Im weißen Sand eines abgepumpten Sees tanzten die Besucher zu den Techno-Beats. Foto: Synaptic Eclipse

„Einfach nur lächerlich“

Auch Thomas von Hebel verteidigt das Festival. Es gebe jedes Jahr mehrtägige Schützenfeste, mit einer höheren Lautstärke als beim Festival. Wenn dann mal eine Veranstaltung für jüngere Leute stattfindet und es Beschwerden gibt, sei das einfach nur lächerlich, so der Harener. „Kirmes und die Schützenfeste können mit dem Festival mithalten von der Lautstärke her“, meint von Hebel.

Das Festival fand am vergangenen Wochenende zum ersten Mal statt, zu dem rund 1200 Besucher kamen. Veranstaltet wurde es von der Lingener Firma Synaptic Eclipse. Diese erklärte unserer Redaktion, man habe alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen und sich an die gesetzlichen Lärmschutzbestimmungen gehalten.


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