Grabpflege zum Gedenktag Reservisten aus Meppen in der Normandie tätig

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Meppen. Soldatengräber aus der Schlacht in der Normandie, die am 6. Juni 1944 begann, sind von der Reservistenkameradschaft Meppen zum Gedenktag hergerichtet worden.

Es war eine gemischte Truppe, die nach der Vorbereitung durch Hauptmann der Reserve Karl-Ludwig Bode und Oberfeldwebel der Reserve Jürgen Bradler in den Nordwesten Frankreichs reiste. Mit dabei waren zwei niederländische Mitglieder der Reservistenkameradschaft Meppen. Zwei Fahrzeuge mit Militärkraftfahrern stellte der Bundeswehrstandort Leer in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zur Verfügung, berichtet Bode.

Nach der Anreise wurden die acht Deutschen und die beiden Niederländer eingeladen, an zwei Gedenkveranstaltungen französischer Veteranenverbänden für die Opfer des Zweiten Weltkriegs teilzunehmen. Auf den Friedhöfen Marigny und Orglandes sind jeweils über 11.000 deutsche Gefallene bestattet. „Die feierliche Zeremonie sowie die Anerkennung unseres Auftritts als Soldaten bei diesen Veranstaltungen war ein deutlicher Beweis für Frieden und Freundschaft zwischen den Ländern“, meint Hauptmann Bode. Hier wurden von den Reservisten aus Meppen Gastgeschenke an die Offiziellen übergeben.

340 Gedenksteine

Auf dem Gelände der Deutschen Kriegsgräberstätte Marigny mussten die Reservisten und die beiden Kraftfahrer 340 in den Rasen eingesunkene Gedenksteine aufnehmen und reinigen. Um ein neuerliches Absinken und Zuwachsen zu verhindern, wurden Rasenbereiche von 50 x 50 Zentimetern ausgehoben, mit Folie und Schotter versehen und mit Betonsteinen von 30 Kilogramm Gewicht abgedeckt. Darauf sind dann die mit jeweils Namen für zwei Bestattete versehenen Platten befestigt worden. Vielfach steht auf den Grabplatten nur „Ein unbekannter Soldat“ vermerkt, erzählt Bode.

Am Wochenende besuchten die Reservisten Gedenkorte der dreimonatigen Schlacht um die Normandie. „Der Besuch des größten deutschen Militärfriedhofs La Cambe mit 22.000 Gefallenen deutschen Soldaten löst da schon große Betroffenheit aus“, sagt Bode. Besichtigt wurden die US-amerikanischen Landungsstrände Omaha-Beach und Utah-Beach, wobei besonders der US-Gefallenenfriedhof am Omaha-Strand durch seine Gestaltung und das umfassende Informationsangebot beeindruckte. „9.600 weiße Kreuze kennzeichnen den Opfergang der amerikanischen Soldaten,“ berichtet Bode.


Die Opfer der Schlacht in der Normandie

Bis heute ist die genaue Zahl der Menschen unbekannt, die im Juni, Juli und August 1944 bei der Schlacht in der Normandie starben. Die Zahl der zivilen Toten wird mit fast 20.000 angegeben. Es gibt aktuell 77.866 Gräber deutscher Soldaten in der Normandie, aber bis heute werden noch Überreste gefunden, und auf die Kriegsgräberstätten umgebettet. Bei den Alliierten starben 53.414 Soldaten, allerdings steht auch hier noch die Klärung weiterer Schicksale aus. 32.807 Gefallene der alliierten Streitkräfte sind in der Normandie bestattet.

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