Vortrag zum Thema Medien Damit im Umgang mit dem Internet alles gut läuft

Von Bianca Meyering

In einem lebhaften und lustigen Vortrag erläuterte Moritz Becker die Verhaltensweise von Kindern und Jugendlichen im Bezug auf die Nutzung von Smartphones. Foto: Bianca MeyeringIn einem lebhaften und lustigen Vortrag erläuterte Moritz Becker die Verhaltensweise von Kindern und Jugendlichen im Bezug auf die Nutzung von Smartphones. Foto: Bianca Meyering

bmg Meppen. Rund um das Thema Medien drehte sich ein Vortrag in den neuen Räumen des Jam in Meppen.

Der Dozent Moritz Becker vom Verein zur Förderung der Medienkompetenz e.V. (Smiley e.V.) erklärte, dass er all das, was er morgens bei den Kindern in der Schule hört, abends in den Elternabenden erzählt. Die Idee zur Durchführung und Moderation von Vorträgen vor Eltern kam von seinem Nachbarn, der sich als Maurer mit smartphoneaktiven Gesellen herumplagt.

Becker hat verstanden, warum und wie Kinder und Jugendliche das Smartphone nutzen. Eins steht dabei unumwunden fest: Erziehung funktioniere nicht mit Nachdenken, sondern mit reinem Bauchgefühl. Die Eltern hätten somit als Erwachsenengeneration ohne Interneterfahrung die Aufgabe, Kinder und Jugendliche eben auf das Internet vorzubereiten. Keine einfache Aufgabe, wenn man bedenkt, dass Schülerinnen und Schüler der 6., 7. und 8. Klasse nicht mehr Facebook, wie die Eltern, sondern Instagram und Snapchat nutzen.

Langsam an die Technik heranführen

Es gilt, die Kinder langsam an die Technik heranzuführen. Das kann bereits bei einem Dreijährigen geschehen, indem das gemalte Bild als Foto per Whatsapp zur Oma geschickt wird. Bei etwas älteren Kindern könne die Nutzung eines Familiensmartphones, das von allen Familienmitgliedern zusammen genutzt werden kann, sinnvoll sein.

Strategie

Wichtig ist nach Moritz Beckers Auffassung insbesondere, „dass Kinder eine Strategie brauchen“. Nachrichten sollten beispielsweise nur gelesen werden, wenn auch Zeit zum Antworten vorhanden ist. Gleichzeitigkeit, d.h. mehrere Dinge auf einmal erledigen und allen gerecht werden wollen, erzeugt Stress. So sollten feste Zeiten für das Internet und das Chatten eingeplant werden. Bei Whatsapp sei das Einrichten von zwei Gruppen – einer Labergruppe und einer wichtigen Gruppe – ratsam. Das Problem sei dabei nicht, zwischen wichtig oder unwichtig zu unterscheiden, sondern es gehe um Respekt.

Für die beiden von Becker mitgebrachten Figuren Max und Lisa, die für alle Kinder und Jugendlichen stehen, sind vor allem Unbekümmertheit, Neugierde, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Identitätsentwicklung, Orientierung und Freiheit wichtig; eben alte Phänomene auf neuen Bühnen. Wichtig sei das Kümmern um die Kinder und Jugendlichen, damit im Umgang mit dem Internet auch alles gut läuft.


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