„Quadratur des Kreises gelungen“ Neubau des Meppener Jugendzentrums Jam eröffnet

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Meppen. Es kann gespielt, gechillt und gefeiert werden. Am Freitag ist in Meppen der Neubau des Jugendzentrums Jam an der Bleiche eröffnet worden.

Ein wenig schien Christian Goldbach selbst zu staunen, wie der Entwurf, zu dem ein Spiegelei und ein Croissant die Inspiration geliefert haben (das jedenfalls deutete er an), nun in Form des neuen Jam Gestalt angenommen hat. Goldbach gehört zum Team des Münchner Architekturbüros Leupold Brown Goldbach, das für das Erscheinungsbild des Hauses nahe der Ems verantwortlich zeichnet. Er lobte „Mut und Kraft“ in Meppen, ein solches Projekt anzustoßen – und das flotte Tempo, mit dem es umgesetzt worden sei: „In Bayern geht alles etwas behäbiger zu.“

Beim Sichten der Vorschläge, die während des Architektenwettbewerbs eingereicht worden waren, habe er das Konzept anfangs für eine kühne Designstudie gehalten, weniger für einen tatsächlich umsetzbaren Entwurf, gestand Stadtjugendpfleger Karsten Streeck. Die Vision mit dem markanten Äußeren sollte sich als die Überzeugendste herausstellen. „Mit diesem Gebäude ist die Quadratur des Kreises gelungen“, sagte Streeck. „Herr Goldbach, Sie haben uns verstanden!“

Ideen eingebracht

Zur nachmittäglichen Einweihung waren viele derjenigen ins kreisrunde, 500 Quadratmeter große Gebäude gekommen, die direkt oder indirekt an Planung und Bau beteiligt gewesen sind. Und das waren neben Architekten und Ingenieuren, Politiker und Verwaltungsleuten auch etliche Jugendliche. Die potenziellen Nutzer hatten in Ideenwerkstätten Wünsche und Vorschläge zur Sprache gebracht, die dann von den Gestaltern aufgegriffen wurden.

(Weiterlesen: Neues Jugendzentrum Jam fertiggestellt)

Helmut Knurbein wählte den Vergleich mit einer Zielfahne, an der die Beteiligten nun angekommen seien und „der ein Lauf von vielen Monaten vorangegangen ist“. Meppens Bürgermeister blickte auf Idee, Planung und Umsetzung zurück und zollte Respekt für eine Kreativität, die ihn beeindrucke. Hier seien „Funktionalität und Ästhetik unter einem Dach vereint“.

Erfolgsgarantie

Laut Knurbein, der allen Beteiligten dankte, besonders dem Jam-Team und den Kleinstadtkindern, ist der Neubau eine Investition in die Zukunft. „Die sich hier treffen, spiegeln im Kleinen die Vielfalt der Gesellschaft wider.“ Und es sei nicht nur Aufgabe der Eltern, auch der Gesellschaft, „die Heranwachsenden zu begleiten und in ihrer Entwicklung zu unterstützen“.

Landrat Reinhard Winter stellte heraus, das neue Jugendzentrum werde zu einem „tragenden Element“ der Jugendarbeit. Im Jam finde Jugendkultur ihren Ausdruck, „und die Jugendlichen dürften mit Herzblut bei der Sache sein. Das ist immer eine Erfolgsgarantie“.

Für den Abend stand dann noch eine Opening Party auf dem Programm, die sich speziell an die Besucher zwischen zwölf und 16 Jahren richtete. Und am Sonntag, 7. Mai, ist das neue Jugendzentrum von 14.30 bis 18 Uhr innerhalb eines Tags der offenen Tür für interessiertes Publikum, auch jenseits des Jugendalters, geöffnet.


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