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Bilanz der IKK Classic Noch mehr Grippeerkrankte im Emsland 2017

Von pm

Die Grippesaison 2017 im Landkreis Emsland fiel nach Angaben der Krankenkasse IKK classic noch schwerer aus als im Vorjahr. Foto: Maurizio Gambarini/dpaDie Grippesaison 2017 im Landkreis Emsland fiel nach Angaben der Krankenkasse IKK classic noch schwerer aus als im Vorjahr. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Meppen. Die Grippesaison im Landkreis Emsland fiel nach Angaben der Krankenkasse IKK classic noch schwerer aus als im Vorjahr. Im Emsland wurden von Oktober 2016 bis Ende April 2017 319 Influenza-Infektionen gemeldet.

2015/2016 gab es im gleichen Zeitraum 176 registrierte Fälle, 2014/2015 waren es nur 96. Niedersachsenweit gab es insgesamt 5230 Fälle, im Vorjahr 3959. „Landesweit haben wir die dritte starke Influenza-Saison in Folge – auch im Emsland wurde der hohe Wert aus dem Vorjahr noch einmal deutlich übertroffen“, sagt Thomas Wiechert von der IKK classic. Zudem ist die Grippewelle bereits früh ausgebrochen. Nach einem ersten starken Anstieg der Erkrankungen Anfang Januar hatte die diesjährige Grippewelle ihren Höhepunkt im Februar. Seit Ende März nimmt die Anzahl der Grippeerkrankten kontinuierlich ab.

>>> Weiterlesen: Niedersachsen: Jetzt vier Grippetote –Dritte starke Grippewelle in Folge

Impfung wird empfohlen

Schutz vor der Grippe kann eine Impfung bieten. Diese wird insbesondere Risikopatienten empfohlen. Dazu zählen Menschen über 60 Jahren, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. Bei den über 60-Jährigen ist aktuellen Daten zufolge aber nur jeder Dritte gegen Grippe geimpft. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Risikogruppen. Wiechert weist darauf hin, dass die Impfung jedes Jahr erneuert werden muss.


Stichwort: Grippe

Die Grippe ist eine plötzlich einsetzende Atemwegserkrankung. Betroffene bekommen Fieber, Halsschmerzen und trockenen Husten, oftmals begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen. Ausgelöst wird die stark ansteckende Krankheit durch Viren. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen winzige, virushaltige Tröpfchen von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Die Erreger haften auch an Händen und Gegenständen, die von Infizierten angefasst wurden. Über den Kontakt mit Schleimhäuten in Mund und Nase können sie dann in den Körper eindringen und krank machen. Die Gefahr, an einer Grippe zu erkranken, ist in der nasskalten Jahreszeit am größten, wenn die Abwehrkraft der Schleimhaut in den Atemwegen durch Kälte und trockene Heizungsluft geschwächt ist. Daher geht man davon aus, dass die Grippesaison in der Regel von Oktober bis Ende April angesetzt werden muss. Während der Grippesaison sollte man auf konsequente Handhygiene achten. Eine Antibiotika-Behandlung ist im Krankheitsfall unnütz, weil der Grippe-Erreger ein Virus und kein Bakterium ist.