Geschäfte im Emsland betroffen 36-jähriger Geester begeht 33-fachen EC-Karten-Betrug

Von Harry de Winter

Ein 36-Jähriger wurde vom Amtsgericht in Meppen wegen EC-Karten-Betruges in 33 Fällen zu einer Haftstrafe verurteilt. Symbolfoto: dpa/Sebastian GollnowEin 36-Jähriger wurde vom Amtsgericht in Meppen wegen EC-Karten-Betruges in 33 Fällen zu einer Haftstrafe verurteilt. Symbolfoto: dpa/Sebastian Gollnow

Meppen. Nicht zum ersten Mal sah der 36-jährige Angeklagte aus Geeste einen Gerichtssaal von innen. Der gebürtige Oldenburger und Vater von vier Kindern wurde in Handschellen in den Verhandlungsraum des Amtsgerichts Meppen geführt. Vorgeworfen wurde ihm, in 33 Fällen EC-Karten-Betrug begangen und sich so Waren im Wert mehrerer Tausend Euro beschafft zu haben.

Insgesamt hatte sich 36-Jährige vier EC-Karten beschafft. So ging er im Zeitraum zwischen Mai und Juni 2015 immer wieder mit den Karten in unterschiedlichsten Geschäften im Emsland und Osnabrück einkaufen. Zuvor hatte er sich erkundigt, ob in den Geschäften die Geheimnummer zur Bestätigung eingegeben oder eine Unterschrift geleistet werden muss. Wenn Letzteres zutraf, kaufte er ein und fälschte die Unterschrift. Er besorgte sich unterschiedlichste Dinge. Zum einen kaufte er Lebensmittel für sich und seine Familie ein. Aber auch Sportbekleidungsgeschäfte und Möbelhäuser sowie Parfümerien suchte er auf. Mit den beschafften Waren finanzierte er sich seine Kokain- und Ecstasyabhängigkeit.

Viele Vorstrafen

Ein langes Vorstrafenregister hatte der Richter des Schöffengerichtes zu verlesen. Seit 13 Jahren war der Mann immer wieder polizeilich auffällig geworden. Unter anderem wegen Körperverletzungen, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstählen, Urkundenfälschungen und Betrügereien hatte er sich zuvor mehrfach vor Gericht verantworten müssen. Seit knapp zwei Jahren sitzt der 36-Jährige deshalb schon in Haft.

Lebenswandel im Gefängnis

Im Gefängnis hat der Mann einen Lebenswandel vollzogen. Er kämpfte gegen seine Drogensucht an und begann eine Ausbildung als Koch, die er nun im Herbst beenden möchte. Darauf ging auch der Staatsanwalt in seinem Plädoyer ein. Er bewertete den Wandel des Angeklagten als positiv und sah so von einer härteren Bestrafung ab. Er forderte, dass die Haftstrafe, die der 36-Jährige momentan absitzt, insgesamt auf zwei Jahre und fünf Monate aufgestockt wird. Somit hätte er auch die Chance, das Gefängnis mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung zu verlassen. Die Verteidigung schloss sich im Großen und Ganzen dem an.

Das Urteil

Das Schöffengericht kam nach der Beratung zu dem Urteil, dass der Mann eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und drei Monaten für seine Vergehen bestraft wird. Dagegen legten weder Staatsanwaltschaft, Verteidigung noch der Angeklagte Widerspruch ein.