Aprilwetter zu trocken und zu kalt Welche Folgen hat die Kälte für die Landwirtschaft im Emsland?

Meine Nachrichten

Um das Thema Meppen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Aufgrund der Trockenheit auf vielen Feldern haben Landwirte begonnen, ihre Felder zu bewässern.Symbolfoto: Uwe Zucchi/dpaAufgrund der Trockenheit auf vielen Feldern haben Landwirte begonnen, ihre Felder zu bewässern.Symbolfoto: Uwe Zucchi/dpa

Meppen. „Der April macht, was er will“ – dieses Sprichwort scheint besonders in diesem Jahr zuzutreffen. Graupelschauer, Regen, Bodenfrost und Hagel vermiesen besonders den Landwirten die Laune.

Die Landwirte seien vor allem von zwei Wetterumständen betroffen, erklärt Lambert Hurink, Geschäftsführer des Emsländischen Landvolkes auf Anfrage unserer Redaktion. „Zum einen ist das die Trockenheit im Frühjahr“, sagt Hurink. „Das Wintergetreide braucht aktuell dringend Wasser. Einige Betriebe haben deshalb schon angefangen, ihre Felder zu beregnen.“

Der Mais leidet

Doch auch die ausgesäten Kartoffeln und Maissorten sitzen auf dem Trockenen. Weiter würde ihnen der nächtliche Bodenfrost zu Schaffen machen. „Die ersten Triebe werden dadurch geschädigt“, so Hurink weiter. „Die Kartoffel steckt das besser weg als der Mais, der jetzt teilweise absterben kann. Wir müssen gucken, wie stark am Ende die Schäden sind.“ Der Hagel sei aber kein Problem gewesen.

Wärmer und Regen

Doch die Wettervorhersage lässt die Landwirte aufatmen. Ab dem Wochenende soll das Wetter in der Region besser werden. Dann sei erst mal Schluss mit Bodenfrost. „Wenn wir unser Wetter bestellen könnten, dann würden wir uns wünschen, dass es jetzt wärmer wird und, dass es in regelmäßigen Abständen zu Niederschlägen kommt“, sagt Hurink. Die Probleme, die die Obstbauern andernorts aktuell hätten, gäbe es im Emsland nicht, da hier kein Obst in großem Stil angebaut würde. Ebenfalls seien beim Landvolk keine Probleme mit der Spargelernte bekannt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN