Fortbildung beim THW Feuerwehrmänner stabilisieren Deich in Meppen


Meppen. Zahlreiche Führungskräfte aus den drei emsländischen Kreisfeuerwehrbereitschaften Nord, Mitte und Süd haben sich beim Technischen Hilfswerk (THW) in Meppen zum Thema „Deichverteidigung“ fortgebildet.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaften sind in der Vergangenheit häufig zu Hochwasserlagen gerufen worden. „Somit war diese zusätzliche Ausbildungseinheit in Vorbereitung auf mögliche Einsätze in Katastrophenfällen sehr hilfreich“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zunächst stellte Christian Kathmann vom THW Meppen verschiedene Schadensformen an Deichen vor. Außerdem wurde den Teilnehmern genau erklärt, wie sie bei bestimmten Deichschäden vorzugehen haben. In der praktischen Ausbildung mussten sie Sandsäcke füllen. Hierzu wurde eine aus Feuerwehrgerätschaften improvisiert aufgebaute Sandsackfüllstation errichtet. Die Sandsäcke wurden mit hohem körperlichem Einsatz gefüllt und nach genauem Schema auf Paletten gestapelt.

Deichschaden simuliert

An der Ems in Meppen-Esterfeld wurde dann ein Deichschaden simuliert. Die Teilnehmen sollten die Sandsäcke in zwei verschiedenen Szenarien verbauen. Um den durchnässten Deich zu entlasten, mussten die Feuerwehrwehrmänner eine Drainage legen und mit Sandsäcken stabilisieren. An einer weiteren Schadensstelle bauten sie eine Quellkade auf. Diese kommt dann zum, wenn am Deich ein punktueller Wasseraustritt zu beobachten ist. Hierbei wird ein Ring aus Sandsäcken errichtet, um mit Hilfe des Wasserdrucks einen Gegendruck zu erzeugen, der die Fließgeschwindigkeit des austretenden Wassers verringert.

Die Teilnehmer konnten nach eigenen Angaben „viele neue Eindrücke und Erfahrungen gewinnen“. Außer den beiden Bereitschaftsführern Mitte und Süd, Hermann Grüter und Daniel Herbers, dankten auch Abschnittsleiter Josef Cordes und Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff dem THW für die lehrreiche Veranstaltung.


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