Bundesjugendspiele im Emsbad Meppener Drittklässler erschwimmen acht Ehrenurkunden


Meppen. Bei den Bundesjugendspielen Schwimmen haben acht Drittklässler der Meppener Paul-Gerhardt-Schule (PGS) Ehrenurkunden erlangt.

Eigentlich sollten die Wettkämpfe bereits am 25. Januar 2017 stattfinden, nur machte an diesem Tag die vorübergehende Schließung des Emsbades den Mädchen und Jungen des dritten Schuljahrs einen Strich durch die Rechnung.

Kurz vor den Osterferien wurde kurzerhand mit den Zweitklässlern getauscht, sodass das Üben doch nicht umsonst war. Trotz der mehrwöchigen Schwimmpause erreichten die 24 Mädchen und Jungen der PGS so viele Punkte, dass acht Ehrenurkunden vergeben werden konnten. Fiete Hofmann verfehlte dabei mit hervorragenden 44 Punkten nur um einen Zähler die mögliche Höchstpunktzahl.

Drei Disziplinen

„Für den Wettkampf Schwimmen im Rahmen der Bundesjugendspiele müssen die Kinder drei Disziplinen absolvieren: Je nach Alter 25 oder 50 Meter Freistil in Bauchlage , dann noch die gleiche Strecke in Rückenlage sowie Streckentauchen mit Abstoßen vom Rand“, erläutert Sportlehrerin Sonja Engemann und ergänzt: „Fiete hat beim Rückenschwimmen und beim Tauchen alle möglichen Punkte erreicht. Das ist wirklich super!“

Neben den acht Kindern, die für ihre sehr guten Leistungen mit Ehrenurkunden ausgezeichnet wurden, konnten sich neun weitere Kinder über eine Siegerurkunde freuen. Alle anderen Mädchen und Jungen erhielten eine Teilnahmeurkunde.

„Doppelte Bundesjugendspiele“

„Es ist toll, dass in diesem Jahr zum ersten Mal alle Drittklässler so gut schwimmen gelernt haben, dass sie erfolgreich an den Bundesjugendspielen Schwimmen teilnehmen konnten“, freut sich Lehrerin Nadine Höfter. „Wir sind unserer Schulleiterin Maria Helmkamp wirklich dankbar, dass sie die Umsetzung unseres Schwimmkonzepts mit einer guten personellen Ausstattung unterstützt. Durch die Umstellungen in den letzten Jahren ist es uns nun gelungen, dass alle Drittklässler nach einem Halbjahr Schwimmunterricht in Klasse zwei und einem weiteren Halbjahr in Klasse drei mindestens das Seepferdchen geschafft haben“, zeigen sich Höfter und Engemann stolz.

„Die Einführung der Bundesjugendspiele Schwimmen an der PGS vor nunmehr fünf Jahren war durchaus von Skepsis von verschiedenen Seiten begleitet“, schreibt die Schule in einer Pressemitteilung. Mittlerweile schätzten aber sowohl Kinder als auch Eltern die Möglichkeit, im dritten Schuljahr im Schwimmen wie in der Leichtathletik an den Bundesjugendspielen teilzunehmen. Schwimmlehrerin Renate Jansen hatte sich damals für die „doppelten Bundesjugendspiele“ stark gemacht: „An den meisten Schulen, die ich kenne, werden nur die Bundesjugendspiele Leichtathletik durchgeführt. Laufen, Springen und Werfen liegt aber nicht allen Kindern.“

Jansen sagt: „Nicht schwimmen können ist lebensgefährlich ! Die Bedingungen des schulischen Schwimmunterrichts sind aber oft eher ungünstig, sodass nicht alle Kinder in der Schule schwimmen lernen können. In erster Linie sind also die Eltern gefragt und aufgefordert, möglichst frühzeitig für die Wassersicherheit ihrer Kinder zu sorgen.“


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