Meppener Einkaufszentrum Siebenstelliger Betrag: Eigentümer will in die MEP investieren

Kein Anziehungsmagnet: Die MEP hat ein Akzeptanzproblem – der neue Gesellschafter möchte dies ändern. Archivfoto: Hermann-Josef MammesKein Anziehungsmagnet: Die MEP hat ein Akzeptanzproblem – der neue Gesellschafter möchte dies ändern. Archivfoto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Automatische Türen, Toiletten im Erdgeschoss, neue Geschäfte: Der Eigentümer der MEP will in den nächsten Jahren einen siebenstelligen Betrag in das Meppener Einkaufszentrum investieren. Mit der bisherigen Entwicklung ist man unzufrieden.

Es ist kein Geheimnis: Das Meppener Einkaufszentrum ist nicht der Magnet, der es gerne wäre. Viel zu oft sind Flaniermeile und Geschäfte menschenleer. Selbst große Markennamen können die Besuchermassen offenbar nicht in die MEP locken. Ingo Rieck, der neue geschäftsführende Gesellschafter des Betreibers Centim, möchte das ändern.

Seit Anfang dieses Jahres hat der gebürtige Brandenburger diesen Posten inne. Im Pressegespräch mit unserer Redaktion zeigt er sich selbstkritisch: „Wir sind mit der Kunden- und Besucherfrequenz nicht zufrieden.“ Das Akzeptanzproblem führt Rieck neben der starken Konkurrenz in anderen Städten auf Fehler in der Projektentwicklung zurück. Es sei für ihn nicht verständlich, warum die Entwickler keine automatischen Türen oder Toiletten im Erdgeschoss eingebaut haben. Stück für Stück wolle er die Probleme nun in Angriff nehmen, alles werde hinterfragt – auch der Name.

Veränderungen in diesem Jahr

Ohne allzu konkret zu werden, sagt Rieck, dass sich in diesem Jahr etwas verändern wird. Er will den Leerstand reduzieren, der aktuell bei etwa zehn Prozent liege. Dazu sollen die „toten Ecken“ belebt werden: Der Geschäftsmann könnte sich zum Beispiel einen Blumen- oder Zeitungsladen vorstellen, auch ein Metzger würde passen. Er hat sich vor allem vorgenommen, den lokalen und regionalen Handel in die MEP zu locken. „Der Einheimische möchte einen einheimischen Händler haben“, so Rieck.

Er lässt durchblicken, dass noch in diesem Jahr neue Mieter hinzukommen werden. Genaue Angaben dazu macht er aber nicht. Es gebe aktuell auch keinen Mieterwechsel zu verkünden. Das seien interne Angelegenheiten. Wenn es etwas zu berichten gebe, würde man sich zu gegebener Zeit an die Öffentlichkeit wenden. Generell zeigt er sich mit dem bisherigen Mieter-Mix aber zufrieden: „Wir haben gute Marken und gestandene Händler.“

Wohlfühlatmosphäre steigern

Sicher ist aber, dass es in naher Zukunft bauliche Veränderungen geben soll. „Wir werden keine Wände einreißen, aber wir werden an der räumlichen Gestaltung Hand anlegen“, sagt der 58-Jährige. Die Frage, warum das erst jetzt - vier Jahre nach Eröffnung - geschehe, beantwortet er mit dem Verweis auf vertragliche Vereinbarungen.

Das Ziel ist jedoch klar: Die Wohlfühlatmosphäre müsse gesteigert werden. „Auch wir empfinden die MEP als nicht gemütlich“, räumt Rieck ein. Der Eigentümer habe ihm Investitionen zugesagt. In den nächsten Jahren will man einen siebenstelligen Betrag in die MEP investieren, „um den Meppenern eine moderne Einkaufsstätte bieten zu können“.

Rieck und der Betreiber halten somit am Einkaufszentrum fest. „Ich bin von diesem Standort überzeugt“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. So ein schönes Gebäude wie in Meppen habe man nicht häufig. Man wolle jetzt alles dafür tun, dass dieses Haus mehr Zuspruch bekomme. Um dies zu erreichen, wurden bereits zwei neue Mitarbeiter eingestellt. Auch der Posten des Centermanagers, der seit vergangenem Sommer vakant ist, soll alsbald besetzt werden.


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