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09.04.2017, 10:15 Uhr KOMMENTAR

Verkaufsoffene Sonntage wichtig – auch in Meppen

Kommentar von Carola Alge

Die Städte kämpfen gegen ein Ausbluten ihrer Zentren. Verkaufsoffene Sonntage sind wichtig – auch für Meppen. Foto: Carola AlgeDie Städte kämpfen gegen ein Ausbluten ihrer Zentren. Verkaufsoffene Sonntage sind wichtig – auch für Meppen. Foto: Carola Alge

Meppen . Die Städte kämpfen gegen ein Ausbluten ihrer Zentren. Verkaufsoffene Sonntage sind deshalb wichtig – auch für Meppen. Ein Kommentar.

Die Auseinandersetzung um die verkaufsoffenen Sonntage nimmt jetzt auch mit Blick auf die Stadt Meppen unschöne Ausmaße an. Auseinandersetzungen vor Gericht sind wahrscheinlich. Das Argument der Gewerkschaft, die Kreisstadt führe mit den Maitagen und dem Herbstmarkt Veranstaltungen zu dem Zweck durch, ihre Geschäfte öffnen zu dürfen, ist schlichtweg falsch.

Seit Jahren gibt es in Meppen eben nicht nur die Rathauskirmes, sondern auch einen Herbstmarkt und Stadtfeste, die von verkaufsoffenen Sonntagen begleitet wurden. Die bevorstehenden Maitage sind nichts anderes als ein Stadtfest im anderen Stil zu anderer Jahreszeit. Auf den vierten verkaufsoffenen Sonntag im Zuge des Meppener Autofrühlings verzichten die Kreisstädter.

Veranstaltungen wie Maitage, Herbstmarkt und Kirmes locken viele Familien in die Stadt. Auch zum Shoppen. Aber nicht nur. Sie bieten die Chance, dass auswärtige Besucher die Innenstadt mit ihren Geschäften, ihrer Gastronomie und ihren schönen Flecken erleben und – hoffentlich – wiederkommen.

Diese Gäste und ihre Mundpropaganda sind immer noch die beste Werbung für den Einzelhandelsstandort. Und die ist – nicht nur in Meppen – bitter nötig. Die Konkurrenz des Onlinehandels ist riesig. Gegen sie ankommen zu können und nicht immer mehr Kundenströme zu Amazon und Co. fließen zu lassen bedeutet gerade auch, Einkaufserlebnisse und qualifizierte Beratung vor Ort anbieten zu können. Verkaufsoffene Sonntage sind für kleine und mittlere Zentren und ihre Läden wichtig.

Bei seiner Entscheidung darf ver.di nicht vergessen, dass es für manches Geschäft in Kleinstädten um das Überleben und damit um Arbeitsplätze geht.


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