Imker absolvieren Ausbildung Imkerei blüht auf im Emsland

Von Lukas Hemelt

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Meppen. Die Imkerei im Emsland steht hoch im Kurs. Ein Beweis dafür sind die derzeit über 40 Anwärter, die kurz vor dem Abschluss ihrer Imker-Ausbildung stehen.

„Die Bienenhaltung und die Imkerei sind auf einem aufsteigenden Ast“, sagt Karl Drescher. Der 81-Jährige ist seit fast 50 Jahren Imker und lernt den Nachwuchs an. Über 40 Naturliebhaber waren dazu bei ihm in Meppen im Garten zu Gast, um zwischen zahlreichen Bienenkörben einen praktischen Einblick in die Imkerei zu bekommen. Seit Anfang des Jahres absolvieren die Naturliebhaber die imkerliche Grundausbildung des Kreisimkerverbandes Emsland. Bevor sie sich selbst an die Bienenkörbe wagen durften, erlernten sie bereits in zehn Unterrichtseinheiten á vier Stunden das theoretische Rüstzeug.

Noch zwei Praxistage

Noch zwei Praxistage in den kommenden Monaten mehr, und das Emsland hat über 40 neue Bienenzüchter. „Wir freuen uns sehr, dass wir wieder so viele neue Imker gewinnen konnten“, sagte Drescher am Rande der Praxiseinheit in seinem Garten, wo er ihnen die Grundbegriffe der Imkerei näher brachte. „Wir wollen dem Nachwuchs einen richtigen und problemlosen Einstieg gewährleisten.“ Er verspüre unter allen Teilnehmern eine große Begeisterung und viel Elan, dem neuen Hobby nachzugehen.

Nützlich und naturverbunden

„Früher war die Imkerei für viele noch ihr Neben- oder sogar Haupterwerb“, erinnert sich Drescher, „heute ist es viel mehr Liebhaberei. Und das ist gut so.“ Die Bienenvölker seien in der Landschaft breit verteilt und die Bestäubung sei gesichert. Gleichzeitig warb er für sein liebstes Hobby: „Die Imkerei ist nützlich und naturverbunden.“ Der Imker lerne dadurch die Natur viel besser kennen und könne seine Leidenschaft später durch eigens produzierten Honig selbst refinanzieren. „Bei welchem Hobby kann man das schon? Außerdem“, so Drescher, „werden Imker älter als andere Menschen. Das ist wissenschaftlich erwiesen.“

Neue Kurse

Neue Kurse zur imkerlichen Grundausbildung starten immer Anfang eines Jahres. Information dazu erteilen der Kreisimkerverband sowie Karl Drescher. „Die Imkerei ist neu erblüht“, sagt der Ausbildungsleiter. „Wir hoffen, dass wir auch künftig viele weitere neue Imker gewinnen können, die an ihrem Hobby Spaß haben.“


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