Generalsekretärin zu Gast DJK-Bundessportfest 2018 in Meppen wird inklusiv

Von Matthias Engelken

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Ein breites inklusives Angebot beim DJK-Bundessportfest planen (v.l.) Hans Bösken, Hermann Plagge, Angelika Büter, Inge Brand, Stephanie Hofschlaeger und Vera Thamm. Jetzt waren sie zu Gast in der DJK-Geschäftsstelle in Sögel. Foto: Matthias EngelkenEin breites inklusives Angebot beim DJK-Bundessportfest planen (v.l.) Hans Bösken, Hermann Plagge, Angelika Büter, Inge Brand, Stephanie Hofschlaeger und Vera Thamm. Jetzt waren sie zu Gast in der DJK-Geschäftsstelle in Sögel. Foto: Matthias Engelken

Meppen. Wenn Pfingsten 2018 beim 18. DJK-Bundessportfest mehr als 3500 Sportler in Meppen an den Start gehen, werden auch etliche Menschen mit Behinderung dabei sein. Über die Möglichkeiten im Emsland informierten sich jetzt DJK-Generalsekretärin Stephanie Hofschlaeger und Sport-Inklusionsmanagerin Vera Thamm.

„Im DJK-Sportverband gilt seit seiner Gründung das Leitbild ‚Sport um der Menschen willen‘ als zentrale Grundorientierung“, sagt Angelika Büter. Als eine der Organisatorinnen des DJK-Bundessportfestes 2018 hatte sie jetzt die Generalsekretärin der Deutschen Jugendkraft, kurz DJK, ins Emsland eingeladen. Zusammen mit Hofschlaeger war auch Vera Thamm gekommen. Thamm ist Weltmeisterin im Schwimmen, nahm an den Paralympics 2012 in London teil und ist nun Inklusionsmanagerin.

Einstige Top-Athletin

Die einstige Top-Athletin kennt sich aus in Sachen Inklusion, denn sie ist selbst gehandicapt, von Geburt an. Sie kam ohne Arme und ohne den rechten Unterschenkel zur Welt, Mediziner sprechen vom Dysmeliesyndrom, wenn die Extremitäten aufhören zu wachsen. Doch trotz des Handicaps betrieb sie lange Jahre Spitzensport. Äußerst erfolgreich. Nun möchte sie helfen und anderen Menschen mit Behinderung am Sport teilhaben lassen. „Das Emsland bietet beste Voraussetzungen“, sagte sie nun beim Treffen mit den Organisatoren.

Inklusion durch Sport

Der Grund: Angelika Büter hatte zum Meeting auch gleich Hermann Plagge eingeladen, den Leiter des Projektes InduS, Inklusion durch Sport. Ziel des Projektes ist die Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung in die lokalen Vereine, Verbände und sozialen Netzwerke in den Bereichen Sport und Freizeitgestaltung. Eng zusammen arbeitet Plagge dabei mit Einrichtungen der Behindertenhilfe im gesamten Emsland, konnte allein deshalb auf beeindruckende Zahlen in Sachen Inklusion verweisen und gleichsam ein breites Spektrum an bereits vorhandenen Angeboten vorstellen. „Einzigartig“, wie Generalsekretärin Hofschlaeger meinte. Dies allein sei Grund genug, auch bei den bevorstehenden Spielen ein großes Portfolio an inklusiven Sportarten anzubieten. Dies sowohl innerhalb des Wettkampfes, als auch außerhalb zum Beispiel als Showbasketballpiel, um auf besondere Sportarten hinzuweisen. Dazu eingeladen seien natürlich nicht nur Sportler aus den DJK-Vereinen. „Ob Bogenschießen, Basketball, Boules oder viele weitere Sportarten, wir werden versuchen, so viel wie möglich anzubieten“, sagt Mitorganisator Hans Bösken.

Rollstuhlparcours in der Innenstadt

Mit in Planung ist auch ein Rollstuhlparcours inmitten der Innenstadt, auf dem auch Menschen ohne Behinderung Rollstühle testen dürfen und beispielsweise sich am Rollstuhlbasketball versuchen. „Die Innenstadt wollen wir zu einer Spiel-und Spaß-Meile umfunktionieren, da gehört ein solches Angebot einfach dazu“, meint Bösken. Doch nicht allein deshalb waren die Inklusionsexperten im Emsland. „Es gibt eine Vielzahl an Dinge, die beachtet werden müssen, wenn wir inklusive Wettbewerbe ausrichten möchten“, erzählt Büter. So etwa rollstuhlgerechte Wege etc. „Dafür haben die Experten ein besseres Auge und können schon im Vorfeld aufmerksam machen“, ist sich Büter sicher, dass das DJK-Bundessportfest 2018 auch in Sachen Inklusion eine besondere Veranstaltung wird.


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