Belegungszahlen vorgestellt Bedarf an Krippenplätzen in Meppen wächst weiter

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Der Bedarf an Betreuungsplätzen, speziell im Krippenbereich, ist in Meppen nur kurzfristig gedeckt. Symbolfoto: dpaDer Bedarf an Betreuungsplätzen, speziell im Krippenbereich, ist in Meppen nur kurzfristig gedeckt. Symbolfoto: dpa

Meppen. Durch die Errichtung der neuen Kita am Schillerring in Meppen wird der stadtweite Bedarf an Betreuungsplätzen, speziell im Krippenbereich, nur kurzfristig gedeckt. Schon jetzt ist laut Verwaltung absehbar, dass weitere bauliche Ergänzungen notwendig sein werden.

Dank der regelmäßig aktualisierten Bedarfsplanung sei man in Sachen Kita-Belegung im Meppener Stadtgebiet in einer positiven Situation: „So konnte bisher allen Kindern wohnortnah ein Kita-Platz angeboten werden“, sagte Christian Golkowski. Der Fachbereichsleiter stellte dem Ausschuss für Schulen und Kindertagesstätten die aktuellen Zahlen zu den Krippen-, Regel- und Hortgruppen vor.

Demnach wurden in Meppen seit 2009 insgesamt 234 Krippenplätze geschaffen. Zudem stehen bis zur Eröffnung der künftigen Kita am Schillerring in Esterfeld, die zum 1. Februar 2018 angepeilt ist, 15 Plätze in einer provisorischen Krippengruppe am Binsenkörbchen zur Verfügung. Zurzeit besuchen darüber hinaus elf Kinder aus der Ortschaft Rühle die Krippe der Kita Hermann-Josef in Twist-Rühlerfeld.

Warteliste eingerichtet

Mit Blick auf das kommende Kindergartenjahr, erläuterte Golkowski, lasse sich nach der Anmeldungswoche feststellen, dass für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ausreichend Plätze vorhanden sind: Von den 1029 Plätzen in Regelgruppen sind derzeit noch 83 frei. Anders verhält es sich im Krippenbereich, also bei den Kindern unter drei Jahren. Fast alle Krippen sind komplett belegt; zum 1. August 2017 besteht eine Warteliste.

(Weiterlesen: Mehrheit für kirchliche Kita in Meppen)

Die Gründe dafür, so der Fachbereichsleiter, seien zum einen in der Betreuungsquote zu finden. Auf Bundesebene wurde zu Beginn des Krippenausbaus damit gerechnet, dass im Schnitt 35 Prozent der unter Dreijährigen betreut werden würden. Auch Meppen habe sich an diesen Schätzungen orientiert. Inzwischen sei klar: Dieser Wert wird deutlich überschritten. Zum 1. August 2017 werden in der Kreisstadt 40 Prozent der Einjährigen und 50 Prozent der Zweijährigen in einer Krippe betreut – Tendenz steigend. „In der Fortschreibung des Kita-Entwicklungsplans werden wir eine Betreuungsquote von mehr als 50 Prozent verankern müssen“, sagte Golkowski.

Geburtenzahlen gestiegen

Auch ein weiterer Aspekt spiele eine Rolle: „Die Geburtenzahlen sind entgegen aller Prognosen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.“ Ebenso sei die Ganztagsbetreuung gefragter denn je. Golkowski teilte mit, dass deshalb zum 1. August insgesamt 65 Extra-Ganztagsplätze in den Kitas Arche Noah, Heideweg, St. Ludger, St. Vinzentius und St. Marien geschaffen würden.

Auf die Engpässe, die sich 2016 in den Kitas ergeben hatten, auch bedingt durch mehr junge Familien, die sich in Meppen niederließen, sowie durch Kinder aus den Familien Geflüchteter, reagierte die Stadt, indem sie den Bau der neuen Einrichtung in Esterfeld in die Wege leitete. Dennoch – und trotz freier Plätze bei Tagesmüttern – sei es „sehr wahrscheinlich, dass der Krippenausbau fortgesetzt werden muss“, so Golkowski.


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