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Autohaus Kemper bezieht Stellung Wie ein Opel-Händler aus Meppen die Übernahme durch Peugeot sieht

Blicken mit einem guten Bauchgefühl in die Zukunft mit Opel: Marco und Stefan Kemper (von links) vom Autohaus Kemper in Meppen-Nödike. Foto: Harry de WinterBlicken mit einem guten Bauchgefühl in die Zukunft mit Opel: Marco und Stefan Kemper (von links) vom Autohaus Kemper in Meppen-Nödike. Foto: Harry de Winter 

Meppen. Im Opel-Autohaus Kemper in Meppen-Nödike sieht man die geplante Übernahme durch Peugeot (PSA) recht gelassen. Die Geschäftsführer sehen darin eine Chance für die Automarke.

Für das Familienunternehmen kam die Nachricht über die Opel-Übernahmepläne von Peugeot überraschend. Nicht von offizieller Konzernseite, sondern aus den Medien erfuhren sie davon. „Wir stehen voll und ganz hinter der Marke Opel“, sagt Senior-Chef Hermann Kemper. „Wir alle sind mit ihr groß geworden. Unser Herz schlägt für diese Marke.“

General Motors hat Opel schlecht behandelt

Dass der Fahrzeughersteller seit geraumer Zeit nur rote Zahlen schreibt, ist für Kemper Senior und seine Söhne Stefan und Marco unverständlich. Für sie war 2016 ein absolutes Spitzenjahr. Sie geben der amerikanischen Konzernmutter General Motors (GM) für vieles die Schuld. Deshalb sehen sie eine echte Chance für Opel, wenn durch PSA eine europäische Marke das Ruder übernimmt. „Es kann eigentlich nur besser werden“, ist Stefan Kemper überzeugt. „Ich sehe viele Vorteile durch eine Übernahme durch Peugeot. Die Amerikaner ticken einfach anders als die Europäer. Opel wurde von GM oftmals schlecht behandelt. Erwirtschaftetes Geld wurde in die USA abgezogen. Ich glaube auch, dass Trump hier seine Finger mit im Spiel haben könnte.“

Hausgemachte Probleme

Für die Kempers ist die Zeit des Piefigen bei Opel vorbei. Die neuen Modelle würden dies eindeutig beweisen, so Kemper Senior. „Wir haben im vergangenen Jahr viele neue Kunden begrüßen dürfen, die von anderen Marken zu uns gekommen sind. Wir haben durchweg positive Rückmeldungen erhalten.“ Die Zeiten eines rostenden Astra seien vorbei. „Diese Qualitätsmängel waren alle hausgemacht und kamen vom Management von GM“, erklärt Marco Kemper. „Es wurde an vielen Punkten zu stark gespart. Das haben wir auch bei uns in der Werkstatt gemerkt. Heute ist das ganz anders. Die Qualität ist in allen Belangen deutlich gestiegen.“

Bauchgefühl ist gut

Das Bauchgefühl, dass nun Franzosen den Ton bei Opel angeben, ist bei den Kempers durchweg gut. „Es kann bestimmt nicht schlechter werden“, so Kemper Senior. „Es können nun Märkte erschlossen werden, auf die GM uns vorher nicht gelassen hat, zum Beispiel Asien. Ich denke und hoffe, dass PSA eine gute Mutter für Opel sein kann.“


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