Sonniger Südseezauber-Karneval kfd der Paulusgemeinde Meppen rockt Bühne und Saal

Von Petra Heidemann

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Meppen. Karneval im Kolpinghaus - dem bunten, pointenreichen Bühnentreiben dieser inzwischen legendär gewordenen Veranstaltung sind nicht nur die Frauen der Meppener Paulusgemeinde, sondern auch zahlreiche Besucherinnen aus dem Meppener Umland fröhlich feiernd gefolgt.

„Denn wenn der Karneval uns ruft“ - mit diesem Bekenntnis zogen die elf Aktiven unter dem Jubel der Gäste winkend und tanzend durch den Saal auf die Bühne, um den Südseezauber zu eröffnen. Schon lange vor dem Termin war der Kolpingsaal ausverkauft. So stand, klatschte und sang die fantasievoll verkleidete Menschenmenge bis in den letzten Winkel des karnevalistischen Ambientes und war von Anfang an „so richtig gut drauf“, schon bevor Edeltraud Bohn als Pirat einheizte und alle - „Leinen los“ - zum Rudern bewegte. Nach der Begrüßung durch Waltraud Wessels, in deren Händen der Hauptanteil der vorbereitenden Organisation des Abends lag,  galt es, in Kalifornien einen „Goldschatz zu bergen. „Reporterin“ Monika Brameyer interviewte dazu Mareike Paust, die Frau des Glücklichen - allerdings entpuppte sich der Goldschatz als ein 12-pfündiges Kind.

In der einfallsreichen Choreografie von Edeltraud Bohn vibrierte danach die Bühne unter ihrer zehnfüßigen Tanzgruppe. Für Musik und die Akustik sorgten Peter Lake und Laurenz Wester. Aus Südsee-Hula wurde bayrischer Maibaumtanz, als „bayrischer Tourist“ Waltraud Wessels in Lederhosen zu schuhplatteln begann. Ruhiger geht es stets bei „Stina und Lina“, Renate Sandbrink und Elisabeth Funke zu, wenn sich die beiden Damen in ihrer betulich sinnierenden Weise „fachfraulich“ durch ihr Weltbild „prooten“ und sich Gedanken darüber machen, ob man den Hochzeitstisch für einen 87-jährigen Bräutigam nicht besser in der Apotheke einrichten solle und wie man Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein zu einer finanziellen Unterstützung zur Altbausanierung des „malörigen Klohäuschens“ überreden könne.

Ihnen folgte ein weiteres Bühnenpärchen, „Frieda und Anneliese“. Magda Schneider und Edeltraud Bohn kamen im Ambiente eines Fastfood-Restaurants gewaltig in Bestellstress zwischen „Meck Backen mit Barbie-Kuh-Soße“, „Kappukinno“ und „Hühnerplätzkes“ (Nuggets) - Letztere nicht erst „chicken“, man wolle sie ja gleich essen. Als die „Goombay Dance Band“ alles gab, blieb keiner im Saal sitzen, sodass es nahtlos überging in eine ausgelassene Polonaise durch den Saal.

Anschließend mussten sich Elisabeth Funke, Renate Adomeit und Renate Sandbrink der strengen Kontrolle des „Zöllners“ Gaby Többen unterziehen. Da hieß es Taschen und Koffer öffnen, je jünger die Dame, desto winziger die Unterwäsche. Stinas Jahresvorrat  umfasste lediglich 12 langbeinige Schlüpfer, für jeden Monat einen, im Muster der jeweiligen Jahreszeit angepasst.

Mechthild Schulte und Claudia Brinkmann aus Bokeloh präsentierten „Homebanking“, bevor „Weltreisender“ Waltraud Wessels pointenreich Begegnungen aus allen bereisten Ländern zum Besten gab, jeweils in der passenden Sprachfärbung. Gleich anschließend nahm sie zusammen mit Elisabeth Funke, Evelyn Swierzy und Monika Brameyer „Männer auf Toilette“ und ihr Verhalten unter die Lupe. Wenn man nun einmal bei dieser Verrichtung eine Zigarette nicht einhändig anzünden kann, dann muss man sich wohl gegenseitig „zur Hand gehen“. Auf diese Weise kann man auch gleich der wenig begeisterten „Putzfrau“ Ina Koers beim Öffnen der Putzmittelflasche helfen. „Stan und Olli“, herrlich nachempfunden von Monika Brameyer und Renate Adomeit, beehrten den kfd-Karneval mit ihrem Auftritt.

Anschließend bewiesen „Moderatorin“ Ina Koers und „Quizkandidat“ Waltraud Wessels, dass „Blödheit keine Schande ist „. Das große Finale bildete die Hitparade. „ Andreas Gabalier“ eröffnete mit „Hulapalu“, die Gruppe „Aqua“ ließ die Puppen tanzen mit „Barbie Girl“. „Trude Herr“ war überzeugt, dass sie „so sexy“ ist, und „Udo Lindenberg“ nahm alle mit zu einer rasanten Fahrt im „Sonderzug nach Pankow“. Mit „Wake me up“ powerte „Avicii“ noch einmal richtig los, „Maite Kelly“ und „Roland Kaiser“ schmachteten sich an mit „Warum hast Du nicht ‚Nein‘ gesagt“. Den passenden Schluss setzte „Andrea Berg“ - „Ich werde lächeln, wenn Du gehst“.

Bei der After-Show-Party wurde so mancher Gag noch einmal amüsiert thematisiert. Hier und da keimte schon mal eine neue Idee für 2018 auf. „Denn wenn der Karneval uns ruft“ - nach dem Fest ist vor dem Fest. Bei allem Spaß -  es wanderten wieder Sparschweinchen über die Tische, dieses Mal wurden sie für die Herzkind-Gruppe Emsland gefüttert.


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