Nostalgische Musikrevue Heile Welt mit „Servus Peter“ im Meppener Theater

Von Michael Potthast

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mpo Meppen. Mit „Servus Peter“ war eine Musikrevue, gedacht als Hommage an den 2011 verstorbenen Entertainer Peter Alexander und die Unterhaltung der 1950er und 1960er-Jahre, im Theater Meppen zu sehen.

Vor dem „Weissen Rössl“ und entsprechender Alpenkulisse wollten die sechs Darsteller in der komödiantischen Revue nach einer Idee von Hauptdarsteller Peter Grimmberg die Zuschauer in die „heile Welt“ der 1950er- und 1960er-Jahre entführen.

Neben den teils bekannten Liedern von Peter Alexander, Caterina Valente oder Heinz Erhardt war die Aufführung geprägt von Dialogpassagen, die eine Verbindung herstellen sollten. Dass dies nur selten gelang, tat der guten Stimmung zum Ende des Abends keinen Abbruch: Ganz nach dem Motto einiger Filme und Revuen aus der Zeit, die „Servus Peter“ aufleben lassen wollte, ging es nämlich um eine Ära der Unterhaltung, die eine „heile“ und unbeschwerte Welt in ihren Filmen und Liedern widerspiegelte.

Im weißen Rößl

Peter Grimberg lehnte die Handlung dabei vage an das bereits 1930 erschienene Singspiel „Im weißen Rößl“ von Ralph Benatzky an, ließ bekannte Charaktere wieder auftreten und konstruierte eine eher lose als stringente Handlung. So war als komödiantischer Höhepunkt der Kölner Komiker Kai Kramosta als Sigismund zu sehen. Alle anderen Darsteller standen dabei hinter ihm zurück. Birgit Langer als Wirtin Mariandl ließ beispielsweise schauspielerisches Einfühlungsvermögen vermissen und auch Peter Grimberg, der sicherlich eine schöne Stimmfarbe besitzt, zählt nicht zu den geborenen Schauspielern. Auch die ebenfalls in seinen Händen liegende Regie ließ die sieben Darsteller oft nur mit Blick in das Publikum an der Bühnenkante auf- und abgehen und schaffte so keine gute Grundlage für das Ensemble. Die musikalischen Einspielungen machten zudem einen teils antiquierten Eindruck und variierten in ihrer Qualität.

Der zweite Teil des Abends gewann trotz allem noch an Fahrt, wohl vor allem durch die glücklichere Liedauswahl und gelungeneren Sketche. So war „Servus Peter“ sicher kein Highlight unter den Veranstaltungen im Meppener Theater , sorgte aber zumindest für einen mal mehr, mal weniger unterhaltsamen Abend.


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