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16.01.2017, 17:33 Uhr KEINE EINIGUNG IN SICHT

Tiefe Gräben in der CDU Meppen

Kommentar von Hermann-Josef Mammes

Mit diesen Kandidaten zog die CDU Meppen 2016 in den Kommunalwahlkampf. Foto: Hermann-Josef MammesMit diesen Kandidaten zog die CDU Meppen 2016 in den Kommunalwahlkampf. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Dass der CDU-Stadtverband Meppen hinter verschlossenen Türen tagt, spiegelt leider nur allzu eindrucksvoll den desolaten Zustand von Partei und Fraktion wider.

Die Gräben sind inzwischen so tief, dass die Gruppierungen die öffentliche Diskussion scheuen. Vielleicht haben die Verantwortlichen jedoch auch nur Angst davor, dass die Kritik der Parteibasis an ihrem Führungsstil in die Öffentlichkeit gelangt. Argumente hierfür haben die Meppener CDU-Spitzenvertreter in Hülle und Fülle in den vergangenen Wochen und Monaten geliefert.

Unbequeme Berichte

Wer zudem Presse nur noch zum Gefälligkeitsjournalismus einlädt, und sie dann wiederum gezielt aussperrt, wenn es einmal Turbulenzen gibt, der sollte sein Demokratieverständnis gründlich überdenken. Ein solches Verhalten legen bislang gerade Rechtspopulisten wie die AfD an den Tag, um unbequeme und unerwünschte Berichterstattungen zu verhindern. Die CDU Meppen fördert damit ganz nebenbei noch die Politikverdrossenheit.

Tatenlosigkeit der CDU-Spitze

Wundern muss man sich aber auch über die Tatenlosigkeit der CDU-Kreisvorsitzenden für Meppen, Karl-Heinz Knoll, und Emsland, Bernd-Carsten Hiebing. Sie hätten erkennen müssen, dass die Selbstheilungskräfte der CDU Meppen längst aufgebraucht sind. Leider ist niemand in Sicht, der die Partei wieder eint und auf Kurs bringt.


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