Baukosten steigen weiter Jugendzentrum Meppen erst im Mai 2017 fertig


Meppen. Erst im Mai 2017 wird der Bau des neuen Meppener Jugendzentrums Jam an der Bleiche fertiggestellt und damit über ein halbes Jahr später als geplant. Zudem steigen die Baukosten.

Vor gut einem Jahr erfolgte der Spatenstich auf dem Areal des früheren Emsbades. Ende Juni 2016 wurde dann Richtfest gefeiert. Selbst da kündigte Fachbereichsleiter Christina Golkowski noch an, dass der Umzug des Jugendzentrums , bislang an der Königstraße ansässig, ins neue Domizil im Oktober oder November erfolgen soll. Bürgermeister Helmut Knurbein wies damals noch auf die „spannende Architektur“ des Rundbaus hin. Auch Landrat Reinhard Winter lobte die „moderne Optik und kreative Anmutung des neuen Gebäudes“.

Über 400 Entwürfe

Dabei flossen auch die Ideen und Wünsche der Jugendlichen seinerzeit in das Raumkonzept ein. Es folgte ein Architekturwettbewerb. Unter 400 Entwürfen wählten die Verantwortlichen der Stadt Meppen schließlich den Rundbau vom Münchener Architekturbüro Leupold Brown Goldbach aus.

Auf einer Grundfläche von 445 Quadratmetern entstehen rund 1.750 Kubikmeter umbauter Raum. Den Mittelpunkt bildet ein 127 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum mit Bühne. Hinzu kommt unter anderem ein Jugendcafé, ein Kreativ- und Medienbereich sowie eine Küche, ergänzt durch Büroräume. Umgesetzt wird all das vom Haselünner Bauunternehmen Schulte.

Wie die Pressesprecherin der Stadt Meppen mitteilte, lagen jedoch die Baukosten des Münchener Büros seinerzeit bereits mit 1,55 Millionen Euro über den vorgegebenen Baukosten des Wettbewerbs von 1,4 Millionen Euro.

Boden komplett ausgetauscht

Bereits im September 2016 beschloss der Meppener Stadtrat dann weitere Mehrkosten von 250.000 Euro für das Jugendzentrum . Zu den Gründen für die Mehrkosten führte die Stadtverwaltung an, dass sich herausgestellt habe, dass der Untergrund wegen der alten Emssande nicht tragfähig war. Er musste komplett ausgetauscht werden. Zudem soll das Gebäude später an das Fernwärmenetz des Blockheizkraftwerkes im Emsbad angeschlossen werden. Weiter musste die Zufahrt verlegt werden. Ein zusätzlicher Preistreiber sei die Deckenkonstruktion gewesen. So konnte aus statischen Gründen die Holzdeckenkonstruktion nicht realisiert werden. Tatsächlich wurde dann eine Stahlbetondecke eingezogen, die wiederum zusätzlichen passiven Schallschutz erfordert.


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