Streit mit der EWE Meppener bestellt „superschnelles“ Internet und bekommt nichts

Von Benjamin Havermann

Keine Verbindung: Friedhelm Laes ist zu EWE gewechselt, weil ihm „superschnelles Internet“ versprochen wurde, bekommen hat er jedoch das Gegenteil. Foto: Peter KampKeine Verbindung: Friedhelm Laes ist zu EWE gewechselt, weil ihm „superschnelles Internet“ versprochen wurde, bekommen hat er jedoch das Gegenteil. Foto: Peter Kamp

Meppen. Friedhelm Laes ist sauer. Er wechselte erst vor Kurzem zu EWE, um schnelleres Internet zu bekommen, und hat nun nichts als Ärger.

„Das Warten hat ein Ende“, hatte das Versorgungsunternehmen EWE im September in einer Einladung zu einem Infoabend in Meppen geschrieben. Abbrüche beim Online-Gaming, ständige Unterbrechungen beim gemeinsamen Filmabend oder verpasste Auktionen gehörten bald der Vergangenheit angehören, schrieb das Unternehmen. Denn ab November biete in Meppen-Hemsen EWE „superschnelles“ Internet an.

Gerne im Internet unterwegs

Friedhelm Laes gehört zwar schon zu den etwas älteren Semestern, doch was Computer und Internet angeht, ist er ziemlich fit. Die langsame Geschwindigkeit beim Surfen im Netz der Deutschen Telekom war für ihn schon seit Längerem ein Ärgernis. Er zückte deshalb auch schnell den Kugelschreiber zur Unterschrift, als ihm die EWE eine bessere Verbindung versprach.

Kein Anschluss möglich

Nun war für Ende November der Umschalttermin vorgesehen, doch statt „superschnellem“ Internet hatte er auf einmal gar nichts mehr – weder Internet, noch Festnetz. Ein Installationstechniker der EWE kam vorbei und stellte laut Laes fest, dass ein Anschluss gar nicht möglich ist. „Am Übergabepunkt war offensichtlich ein Zugangskabel falsch verlegt worden“, sagt Laes.

Der Meppener ist sauer. „Warum verspricht man einem etwas, was gar nicht verfügbar ist?“ Das grenze für ihn schon an Betrug.

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Anne-Christin Schwenke von der EWE, dass tatsächlich der notwendige Technikschrank fehle. Dieser werde erst in den nächsten Tagen eingerichtet, sodass das bestellte Produkt erst Anfang des kommenden Jahres verfügbar sei. Man habe sich für die Unannehmlichkeiten bereits entschuldigt. Des Weiteren handle es sich hierbei um einen Einzelfall, sagt die Pressesprecherin.

„Stümperhaft“ und „dreist“

Laes nennt das Verhalten der EWE „stümperhaft“ und „dreist“. Statt auf „superschnelles“ Internet wurde er vorübergehend auf eine langsame und sehr instabile Telekomleitung zurückgeschaltet. Verständnis kann er für dieses Gebaren kaum aufbringen, schließlich werbe die EWE ja mit dem Gegenteil. Aus lauter Ärger hat er jetzt bei EWE gekündigt und ist zurück zur Telekom gegangen.