Wissenschaftswettbewerb in Osnabrück Meppener Schüler stark in First-Lego-League

Von Martin Reinholz

Zwei Teams des Windthorstgymnasiums Meppen nahmen mit Erfolg an einem Wissenschaftswettbewerb in Osnabrück teil. Begleitet wurden die Gruppen von ihren Coaches Timo Berghoff (hintere Reihe links) und Michael Plentka (hintere Reihe rechts). Foto: Martin ReinholzZwei Teams des Windthorstgymnasiums Meppen nahmen mit Erfolg an einem Wissenschaftswettbewerb in Osnabrück teil. Begleitet wurden die Gruppen von ihren Coaches Timo Berghoff (hintere Reihe links) und Michael Plentka (hintere Reihe rechts). Foto: Martin Reinholz

mr Meppen. Zwei Teams des Meppener Windhorstgymnasiums haben gute Platzierungen bei einem Regionalentscheid der First-Lego-League in Osnabrück erreicht.

First-Lego-League (FLL) ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführt. Dadurch soll ihnen der Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern erleichtert sowie ihre Motivation, einen Ingenieur- oder IT-Beruf zu erlernen, frühzeitig geweckt werden. Ziel ist es außerdem, die Entwicklung von Teamgeist zu fördern und die Schüler anzuspornen, komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen.

Der Wettbewerb kombiniert den Spaß an Technik und Wissenschaft mit der spannenden Atmosphäre eines Sportevents. Im Team arbeiten die Kinder und Jugendlichen wie echte Ingenieure an einem gemeinsamen Thema. Sie planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um knifflige Missionen zu meistern. Sie können wertvolle praktische Erfahrungen in der Arbeit mit komplexen Technologien sammeln und ihre Problemlösungsfähigkeiten verbessern – mit einer Menge Spaß und Fantasie.

Zusammenleben von Menschen und Tieren

Das Windthorst-Gymnasium Meppen (WGM) nahm in diesem Jahr mit zwei Teams am Regionalentscheid der FLL in Osnabrück teil. Neben den alten Hasen, den WGM-Devils, trat mit den WGM-Angels das erste Mal eine Nachwuchsmannschaft der Schule beim Wettbewerb an. Beide Teams konnten ihr Können in den Teildisziplinen Roboterdesign, Teamwork, Forschung und Robotergame unter Beweis stellen. Die Saison stand unter dem Motto „Animal Allies“ und beschäftigte sich mit dem Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Beim Roboterdesign wurde die Funktionalität und Komplexität des Roboters sowie der selbst geschriebenen Programme von der Fachjury bewertet. Die WGM-Devils mussten sich hier mit 49 von 50 Punkten nur dem Gymnasium Haselünne geschlagen geben. Besser lief es in der Disziplin Teamwork: Die Devils lösten die gestellte Aufgabe als Team am besten und wurden von der Jury mit der Höchstpunktzahl ausgezeichnet.

Auf Anhieb Rang zwei erreicht

In der anschließenden Präsentation des Forschungsergebnisses konnten die WGM-Angels bei der ersten Teilnahme einen sehr guten zweiten Platz, punktgleich mit den Haselünnern, erreichen. Die Mannschaft hat sich mit der Frage beschäftigt, wie das Fressverhalten und die eigenständige Bewegung eines Hundes mittels Chip im Halsband realisiert werden könnte.

Die Jury war von der alltagstäglichen Möglichkeit und der überzeugenden Vorstellung sehr angetan. Die Devils belegten hier den vierten Platz. Sie hatten das Fluchtverhalten von Wildtieren vor Naturkatastrophen untersucht, um dieses als Frühwarnsystem zu nutzen.

Über sich hinausgewachsen

Ferner stand die Königsdisziplin, das Robotergame, auf dem Plan. Die Roboter der Teams müssen hierbei verschiedene Aufgaben auf einem Spielfeld eigenständig bewältigen, um so ihr Programmierkönnen zu zeigen. Hierbei wuchsen die Angels über sich hinaus: Die Neulinge aus Meppen zeigten im letzten der drei Durchgänge mit 77 Punkten den besten Lauf des Tages und verwiesen die Favoriten mit Abstand auf die Plätze.

In der Gesamtwertung belegten die WGM-Devils einen guten vierten Platz. Die Angels erreichten beim Debüt mit 173 Punkten einen sensationellen zweiten Platz, den sie sich mit der Mannschaft aus Haselünne teilen, wobei der Gesamtsieg nur hauchdünn um zwei Punkte verpasst wurde. Hier zeigt sich, dass die Frühförderung im Bereich der Robotik und Programmierung bereits ab Jahrgang 5 am WGM Früchte trägt. Der Förderverein der Schule stattete die Mannschaften mit T-Shirts aus.


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