MT hofft auf viele Vorschläge Wer wird kleiner Alltagsheld im mittleren Emsland?

Auf viele Zuschriften freuen sich Martin Schwill (v.l.), Christian Hüser, Matthias Engelken, Brigitte Rüschen, Reinhard Janzen und Sandra Robbe. Foto: HengstAuf viele Zuschriften freuen sich Martin Schwill (v.l.), Christian Hüser, Matthias Engelken, Brigitte Rüschen, Reinhard Janzen und Sandra Robbe. Foto: Hengst

Meppen. Die Freiwilligenzentren und Freiwilligenagenturen, der Landkreis Emsland und die Meppener Tagespost in deren Verbreitungsgebiet suchen den „Kleinen Alltagshelden 2016“ und rufen alle Leser dazu auf, Vorschläge dafür einzureichen.

Mitmenschen eine Freude zu bereiten, zu helfen oder gar ein Leben zu retten, ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Doch gerade diese Taten fördern das Zusammenleben. Vor allem bei Jugendlichen.

Ungläubig schaute im vergangenen Jahr der damalige Sechstklässler Tom Beckering drein, als er die Urkunde von Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein in Empfang nehmen durfte. „Ich habe doch gar nichts Besonderes gemacht“, sagte der Schüler damals. Das sah die Jury anders. Denn Tom hatte zuvor ein Menschenleben gerettet, und zwar das eines Klassenkameraden. Der Mitschüler wurde von einem anderen Jungen gestoßen, fiel hin und lag regungslos vor dem Schulbus. Tom reagierte damals geistesgegenwärtig, indem er den Busfahrer informierte, sodass dieser nicht anfuhr.

Tolle Geschichten

„Wir haben im vergangenen Jahr etliche Zuschriften erhalten und viele tolle Geschichten gehört, in denen sich junge Menschen für andere eingesetzt haben. Das hat uns darin bestärkt, die Aktion nach 2014 und 2015 jetzt erneut durchzuführen“, sagt Christian Hüser. Er ist Leiter des Freiwilligenzentrums in Meppen. „Viele Städte und Gemeinden vergeben Ehrenpreise an erwachsene Ehrenamtliche, doch wir wollen auch Schüler ehren, die sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich und in besonderer Weise hervorgetan haben“, ruft Hüser alle auf, erneut mitzumachen.

Gesucht werden deshalb Kinder und Jugendliche von fünf bis 15 Jahren, die sich im vergangenen Jahr besonders engagiert haben. Das können regelmäßige ehrenamtliche Aufgaben sein, die bewältigt wurden, oder aber auch spontane Aktionen, die beispielsweise zur Lebensrettung beitrugen, etwa das Absetzen eines Notrufs oder durch Erste Hilfe. „Unser Ziel ist es, diese kleinen Alltagshelden kennenzulernen, den ein oder anderen vorzustellen und ihnen unseren Dank auszusprechen“, erläutert Brigitte Rüschen vom Freiwilligenzentrum Meppen.

Begeistert von der Idee sind ebenso die Mitarbeiter der umliegenden Städte und Gemeinden. „Es gibt so viele Projekte und Aktionen von einzelnen Kindern, aber auch von ganzen Gruppen, die eine Würdigung erfahren dürfen“, meint auch Reinhard Janzen, Fachbereichsleiter „Bürgerdienste, Arbeit und Soziales“ in Geeste.

Integrationsarbeit

Martin Schwill von der Freiwilligenagentur in Haren pflichtet ihm bei: „Es sind etliche junge Menschen in Haren und Umgebung, die sich hervortun, beispielsweise im Bereich Integrationsarbeit.“ Deshalb ruft auch er dazu auf, mitzumachen und Schüler vorzuschlagen. Eine unabhängige Jury bewertet alle Vorschläge und ehrt dann die „Kleinen Alltagshelden 2016“. Es gibt als Preis neben einer Urkunde ein Präsent in Form einer Wunscherfüllung. „Das können Freikarten für ein Bundesligafußballspiel sein oder aber die Fahrt in einen Freizeitpark, ganz nach dem Wunsch des Siegers“, sagt Sandra Robbe vom Familienzentrum Twist.

„Aufgerufen sind alle, die junge Alltagshelden im Alter von fünf bis 15 Jahren kennen. Eltern, Lehrer, Trainer in den Sportvereinen oder Katecheten in den Kirchengemeinden, wir freuen uns über jeden Vorschlag“, sagt Hüser.

Schon Mitte Februar möchten er und seine Kollegen den „Kleinen Alltagshelden 2016“ küren, deshalb hofft er auf schnelle Einsendungen, die unbürokratisch per Telefon oder E-Mail erfolgen können.


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