Mehrkosten von 348.000 Euro Umbau der Polizei Meppen wird wesentlich teurer

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Im Kreishaus tagte der Meppener Stadtrat. Im eigenen Ratssaal findet derzeit eine Hundertwasser-Ausstellung statt. Foto: Hermann-Josef MammesIm Kreishaus tagte der Meppener Stadtrat. Im eigenen Ratssaal findet derzeit eine Hundertwasser-Ausstellung statt. Foto: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Während es bei der ersten Sitzung des neu gewählten Meppener Stadtrates am 10. November bei diversen geheimen Abstimmungen noch bei wechselnden Mehrheiten sehr turbulent zuging, versprühte die zweite Sitzung am Donnerstag fast schon adventliche Harmonie. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

In der Einwohnerfragestunde sorgte sich die Meppenerin Renate Caillé um einige Bäume, die leider gefällt werden sollen. Dies beträfe zum einen drei Eichen, die dem Brückenneubau über die Hase in Bokeloh weichen sollen. Zudem würde u.a. ein großer Mammutbaum an der Schützenstraße gefällt. Baurat Dieter Müller erwiderte, dass der Mammutbaum gefällt werden müsse, da für das neue Wohnquartier der Deichschutz erhöht werden soll. Auch „weiterer Bewuchs“ in diesem Bereich müsse weichen.

Gute Finanzen

Ein gutes Zeugnis stellte der Lingener Steuerprüfer Heinrich Gehring der Stadt Meppen in seinem Prüfungsbericht aus. „Die Stadt Meppen ist gut aufgestellt“, lautete sein Resümee zu den städtischen Finanzen. Auf Vorschlag des Wirtschaftsprüfers aus Lingen verabschiedete der Stadtrat einstimmig den Gesamtabschluss für den Konzern Stadt Meppen für das Haushaltsjahr 2015. Bei Aktiva und Passiva von 282,7 Millionen Euro konnte ein Gesamtbilanzgewinn von 2,9 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Meppener sank von 534 Euro (2014) auf 476 Euro (Ende 2015). So baute die Kämmerei den Schuldenstand binnen zwölf Monaten von 20,4 Millionen auf 18,6 Millionen Euro ab. Dies war auch dank der sprudelnden Steuereinnahmen in 2015 von 38 Millionen Euro möglich. Gehring lobte zudem die „sehr gute Eigenkapitalquote“ der Kreisstadt.

Baukosten höher

Teurer als bisher geplant wird die Sanierung des Polizeigebäudes an der Bahnhofstraße. Die Baukosten von rund zwei Millionen Euro erhöhen sich um 348.000 Euro. Zum einen seien die Baukosten, wie die Restauration der Wandflächen, noch einmal um 150.000 Euro angestiegen. Ursache seien die Nachforderungen der Unteren Denkmalschutzbehörde. Zudem hätten sich die Baukosten generell seit der Planung im Jahr 2014 um 13 Prozent erhöht. CDU-Ratsherr Reiner Fübbeker, im Hauptberuf Polizist, dankte auch im Namen seiner Kollegen vom Polizeikommissariat Meppen, der Stadt für das Bauprojekt: „Das ist jetzt eine hervorragende Arbeitsstätte.“


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