Premiere am Campus Lingen Meppener Schüler im MINT-Camp

Exaktes Arbeiten war gefragt: Im Labor von Röchling in Haren ermitteln die Schülerinnen und Schüler die Dichte von verschiedenen Kunststoffen. Foto: SchulenExaktes Arbeiten war gefragt: Im Labor von Röchling in Haren ermitteln die Schülerinnen und Schüler die Dichte von verschiedenen Kunststoffen. Foto: Schulen

Meppen/Lingen. Schüler für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu begeistern, das war die Aufgabe eines einwöchigen Intensiv-Workshop am Campus Lingen, an dem die Meppener Gymnasien Windthorst und Marianum teilgenommen haben.

Veranstalter der Premiere war das Institut für Duale Studiengänge des Campus Lingen. Teilgenommen haben 18 wissbegierige Schülerinnen und Schüler. „Was kommt nach der Schule“ ist eine Frage, die jeder irgendwann beantworten muss. Angesichts der vielen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten besteht jedoch oft Unsicherheit, welcher Weg der richtige ist. Für Schüler mit Interesse und Talent an Naturwissenschaften und Technik hat das Institut für Duale Studiengänge gemeinsam mit den Meppener Gymnasien Windthorst und Marianum den MINT-Workshop zum Thema „Engineering technischer Systeme“ ins Leben gerufen. Neben den Bildungseinrichtungen waren auch zwei Unternehmen beteiligt - Röchling Plastics (Haren) und Royouth, eine Initiative der Rosen Gruppe (Lingen) – die zeigen wollten, das Technik spannende Anwendungsfelder bietet.

Begabung fördern

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das Projekt soll junge Menschen für diese Bereiche begeistern, ihre Begabung fördern und ihnen technische und naturwissenschaftliche Berufsbilder und Studienmöglichkeiten näherbringen. Dazu bieten in ganz Deutschland renommierte Hochschulen einwöchige MINT-Camps an, die jeweils spezielle Themen aus dem MINT-Bereich theoretisch und praktisch aufgreifen. „Nur in unserer Region gab es bislang so eine Initiative nicht“ berichtet Professor Wolfgang Arens-Fischer. „Im Frühjahr sind die Herren Pott, Schulleiter des Marianum und Horas, Koordinator MINT am Windthorst-Gymnasium, an uns mit der Idee, ein solches Camp auch in unserer Region zu etablieren, herangetreten.“

Entstanden sei ein in Deutschland einzigartiges MINT-Camp, das das Thema „Engineering technischer Systeme“ in unterschiedlichen Workshops nach dem dualen Studienprinzip entfaltet - also in der Kombination aus theoretischer Vertiefung an der Hochschule und praktischer Anwendung im Unternehmen. Acht Schülerinnen und zehn Schüler der neunten und zehnten Klassen der zwei Meppener Gymnasien waren mit großem Enthusiasmus beim Pilotprojekt dabei. Für einen möglichst intensiven Austausch wurden drei Teilworkshops mit einer Gruppengröße von sechs Teilnehmern angeboten: „Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff“, „Die Sonne als Energielieferant“ und „Messen mit Ultraschall“.

Betriebe unterstützen

Im Mittelpunkt der Workshops standen dabei vor allem die Verzahnung von Theorie und Praxis. Auf dieser Basis sollten die Schüler auf der einen Seite die Theorie für ihr Thema erarbeiten und gleichzeitig die praktische Anwendung der Theorie in Unternehmen der Region kennenlernen. Die Unternehmen Röchling Plastics und Rosen waren in diesen Workshop als praktischer Lernort nach dem dualen Studienprinzip integriert. Die Schüler teilten sich auf die drei Themenfelder auf und erarbeiteten die theoretischen Grundlagen zu ihrem jeweiligen Thema, führten Laborversuche durch und prüften die Resultate für die Praxis in den Betrieben.

Jede Gruppe präsentierte ihre jeweiligen Ergebnisse in einem halbstündigen Vortrag im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung mit 150 Gästen und stellte sich den Fragen der Mitschüler, Eltern, Lehrer und Unternehmensvertreter. Der Workshop soll in Zukunft wiederholt werden.