Krankenhäuser beziehen Stellung Ist der Norovirus im Emsland ein Problem?

Eine Impfung oder Medikamente zum Schutz vor Noroviren gibt es nicht. Die Erreger sind äußerst ansteckend. Die beste Vorbeugung ist eine gute Hygiene. Symbolfoto: dpaEine Impfung oder Medikamente zum Schutz vor Noroviren gibt es nicht. Die Erreger sind äußerst ansteckend. Die beste Vorbeugung ist eine gute Hygiene. Symbolfoto: dpa

Meppen. Der Norovirus, besser bekannt als Magen-Darm-Grippe, breitet sich Medienberichten zu Folge in Niedersachsen aus. Unsere Redaktion sprach mit den drei großen Krankenhäusern im Emsland über die aktuelle Lage.

Das Norovirus breitet sich in Niedersachsen aus . In den vergangenen vier Wochen sind bereits mehr als 450 Personen an der Magen-Darm-Grippe erkrankt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur rund 350 Neu-Ansteckungen. Unsere Redaktion sprach mit den drei großen Krankenhäusern im Emsland über die aktuelle Situation in den Häusern.

Keine Auffälligkeiten

Das Krankenhaus Ludmillenstift in Meppen sieht die Situation derzeit mit wenig Sorge. „Wir haben bislang keine Auffälligkeiten verzeichnen können“, sagte Ludmillenstift-Geschäftsführer Wilhelm Wolken. „Wir bekommen in der Regel auch erst die schweren Fälle in unser Haus. Meistens werden Norovirus-Patienten ambulant behandelt.“

Ähnlich sieht man es im Marienhospital Papenburg Aschendorf. „Im somatischen Bereich haben wir bisher nicht mehr Fälle als in den Vorjahren zu verzeichnen. Aktuell sind jedoch ein paar wenige Mitarbeiter und Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aschendorf von dem Norovirus betroffen“, sagte Matthias Bitter, Geschäftsführer des Marien Hospital Papenburg Aschendorf.

Kinder und Erwachsene in Behandlung

In Lingen im Bonifatius Hospital werden die Verantwortlichen konkreter: „Die Aufnahme von Patienten mit Noroviren hat im Bonifatius Hospital, wie bei der saisonalen Erkrankung üblich, im November begonnen“, sagte Annette Werner, Hygienemanagerin des Bonifatius Hospital Lingen. „Wegen des raschen und hohen Flüssigkeitsverlustes wurden bislang mehrere Kinder, vereinzelt Erwachsene mit Noroviren stationär aufgenommen. Diese werden in Isolationseinheiten und unter Beachtung entsprechender Hygienerichtlinien behandelt und die meisten konnten bereits nach kurzer Zeit wieder gesund nach Hause.“ Hilfreich sei in diesem Fall für das Lingener Krankenhaus, das die Isolierungszimmer auf den Stationen 1 bis 4 fertiggestellt sind und zusätzlich zur Verfügung stehen. Somit könnten nun mehr Patienten mit Infektionskrankheiten isoliert in Einbettzimmern behandelt werden.

Eine Impfung oder Medikamente zum Schutz vor Noroviren gibt es nicht. Die Erreger sind äußerst ansteckend. Die beste Vorbeugung ist eine gute Hygiene.


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