Vorbereitung für Bebauungsplan Stadt Meppen will Riedemannstraße umgestalten

Von Tobias Böckermann


Meppen. Die Stadtsanierung Meppen wird im Bereich Riedemannstraße fortgesetzt. Das Ziel: Wohnen am Wasser neben modernem Gewerbe in attraktiver Lage. Auch eine neue Brücke über die Hase ist Bestandteil der Planungen.

Meppens Baudezernent Dieter Müller hat dem Bauausschuss die entsprechenden Pläne vorgestellt. Nach der erfolgreichen Weiterentwicklung des Stadtreviers am Hafen solle nun das Teilgebiet Riedemannstraße erneuert werden. Müller erläuterte, dort gebe es eine ganze Reihe städtebaulicher Missstände – etwa verlassene Betriebe oder abgängige Fassaden. Insgesamt lasse das Teilgebiet eine einheitliche Linie und auch ein Planungsziel komplett vermissen. Flussufer und Stadtsilhouette seien beeinträchtigt.

Um dies zu ändern und die Ziele zu konkretisieren, sei die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig. Diesen gab es bisher für die Riedemannstraße nicht. Ziel sei unter anderem die Aufwertung des Haseufers durch Wohnbebauung und eine Wegeverbindung, die Gewerbeförderung oder der Bau einer Radwegebrücke über die Hase. Insgesamt strebe man eine Neuordnung des Gebietes an und damit eine deutliche Aufwertung des gesamten Quartiers.

Dem stimmte der Bauausschuss grundsätzlich zu. Auf Nachfrage von Marlies Gruber erläuterte Müller, eine Aussiedelung bestehender Betriebe sei schwierig und teuer. Man strebe deshalb an, Wohnen und attraktive Betriebe zu kombinieren – gerade für den stadtnahen Dienstleistungsbereich gebe es Bedarf.

Während Bernd Kaiser (SPD) und Carsten Keetz (Grüne) die seit langem umstrittene Hasebrücke ausdrücklich begrüßten, wollte Reiner Fübbeker (CDU) diesen Bestandteil des Bebauungsplanes gesondert behandelt wissen. „Schon bei der neuen Emsbrücke in Esterfeld laufen uns die Kosten davon“, warnte er und ging von Kosten in Höhe von einer Million Euro aus.

Am Ende entschied der Ausschuss mit sieben ja- und zwei nein-Stimmen sowie einer Enthaltung für die Aufstellung eines Bebauungsplans. Damit kann die Verwaltung die Planung in diesem Gebiet konkretisieren und einen konkreten Bebauungsplan erarbeiten. Welche Teile davon umgesetzt werden, also auch, ob die Brücke gebaut wird, soll später entschieden werden. Es geht zunächst nur um die Schaffung der planerischen Voraussetzungen.

Weitergebracht hat der Ausschuss die Ermöglichung eines Festplatzes in Teglingen am Heimathaus. Dort soll eine Remise ermöglicht werden. Ausschussvorsitzender Heinz Hackmann erläuterte, dort werde ein historisches Sägewerk untergebracht.

Die Dorferneuerung in Schwefingen wird 2017 mit der Umgestaltung des Kirchenvorplatzes abgeschlossen. In Klein Fullen beginnt sie mit Anbau und Renovierung der alten Schule. Im Euroindustriepark Versen an der A 31 plant ein ansässiger Betrieb eine Erweiterung. Dafür muss eine bislang mit Wald bestandene Fläche umgenutzt werden.