45 umgeknickte Bäume Sturmtief „Nannette“ hält Feuerwehr im Emsland in Atem

Das Sturmtief „Nannette“ ließ zahlreiche Bäume Emsland umknicken. Foto: Nord-West-MediaDas Sturmtief „Nannette“ ließ zahlreiche Bäume Emsland umknicken. Foto: Nord-West-Media 

Meppen. Mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde ist Sturmtief „Nannette“ am Sonntag über das Emsland gezogen. Die Feuerwehren des Landkreises mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Dabei ging es vorwiegend um umgeknickte Bäume.

Besonders am Sonntagnachmittag fielen viele Bäume auf Häuser und Autos. Manche davon blockierten Straßen, sodass die Feuerwehren ausrücken mussten. Insgesamt wurden 45 Bäume auf öffentlichen Straßen und Plätze beseitigt, teilt Anja Rohde vom Landkreis mit. Zu Kellerüberschwemmungen oder Verletzten kam es jedoch nicht.

Die Freiwillige Feuerwehr Meppen wurde im Laufe des Tages insgesamt drei Mal wegen Sturmschäden alarmiert. Laut Feuerwehr konnten alle Einsätze schnell abgearbeitet werden. Zwei Mal lagen Bäume auf der Straße, einmal mussten lose Dachbleche von einem Haus entfernt werden.

Lingen und Papenburg: nur geringe Sturmschäden

In Lingen und Papenburg wurden nur kleinere Schäden bekannt. Die Freiwillige Feuerwehr Lingen musste einen kleinen Baum beseitigen, für den sie aber kein schweres Gerät benötigte. Auch in Papenburg stürzte lediglich ein Baum auf einer Straße, den die Feuerwehr schnell entfernen konnte.

In Sögel hatte „Nannette“ eine Ampel an der Umgehungsstraße komplett verdreht. Mit Unterstützung der Drehleiter der Feuerwehr gelang es den Bediensteten der Straßenbauverwaltung, die Ampel wieder in ihre ursprüngliche Stellung zurückzudrehen. Bei einem weiteren Einsatz in Sögel musste ein abgebrochener dicker Ast beseitigt werden, der auf eine oberirdische Telefonleitung und auf die Straße zu fallen drohte.

Sturmböen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde

Mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde fegte der Wind über das Land. „Je näher an der Küste, desto windiger war es“, sagt Benedikt März vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage unserer Redaktion. Dementsprechend war es im nördlichen Emsland am windigsten. Insgesamt sei es aber ein ganz normaler Herbststurm gewesen, wie er zu dieser Jahreszeit häufiger vorkommen kann. „Man kann ihn nicht mit dem Orkan Kyrill aus dem Jahr 2007 vergleichen“, erklärt März.

Mittlerweile ist „Nannette“ nord-ostwärts abgezogen. Für die nächsten Tage ist mit keinen weiteren Sturmböen zu rechnen, sagt der Meteorologe. Es bleibt mild und bedeckt. Zur Wochenmitte soll aber die Sonne wieder heraus kommen.


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