Alle 26 Gruppen Vorbilder DRK gewinnt emsländischen Jugendförderpreis


Meppen. Jennifer Scholten und ihre Kameraden vom Deutschen Roten Kreuz Emsland schauten sich am Freitagabend um 21.45 Uhr ungläubig an. Hatten sie doch zur eigenen Überraschung gerade den mit 750 Euro dotierten 21. emsländischen Jugendförderkreis gewonnen.

Sprecher Henrik Gößling vom Kreisjugendring Emsland sagte während des Festaktes in der Aula des Marianums aber auch, dass alle 26 Bewerber Gewinner sind. Sie alle hätten sich Dank und Anerkennung verdient.

Landrat Reinhard Winter sagte den Vertretern der 26 Gruppen: „Viele junge Menschen sehen dank Ihres Vorbildes, wie man sich im Emsland ehrenamtlich engagieren kann.“ Dabei zeige auch ein Blick in die Statistik, dass emsländische Heranwachsende überproportional stark in Vereinen und Verbänden mithelfen. Während im Emsland den Gruppenleiterschein „Juleica“ neun von 1000 Einwohnern besitzen, ist es in Hannover nur einer.

Angst vor dem Notfall

Der Preisträger, das DRK Emsland, hat ein Team zur Notfalldarstellung auf die Beine gestellt. Dabei simulieren Sanitäter und Erste Hilfe Ausbilder Unfallopfer. Kindern und Jugendliche sollen dann wiederum diese verletzten Personen versorgen. In dem Fall ist es denn gerade das „Opfer“, das den Ersthelfer auf mögliche Fehler hinweist. „Wir wollen Kindern und Jugendlichen die Angst vorm Helfen in Notfallsituationen nehmen“, erläuterte Scholten.

Flüchtlingskinder

Den zweiten Preis (500 Euro) überreichte der CDU-Kreistagsabgeordnete Antonius Pohlmann in seiner Funktion als neuer Vorsitzender des Kreisjugendhilfeausschusses an das Zeltlagerteam der katholischen Jugend Werlte. Das Zeltlagerteam hatte in diesem Jahr erstmals sechs Flüchtlingskindern die Teilnahme ermöglicht. Auch wenn viele Besonderheiten wie Ernährung oder Sprache beachtet werden mussten, waren die 25 Gruppenleiter im Nachhinein selbst überrascht, wie reibungslos und unproblematisch die Integration gelang.

Windhose wirft Pläne um

Platz drei (250 Euro) des Jugendförderpreises ging an den Technischen Stab des Zeltlagers der katholischen Jugend Haselünne. In diesem Sommer musste das Zeltlager für die jüngeren Kinder kurzfristig abgesagt werden, weil eine Windhose die komplette Ausrüstung in der Nacht zuvor zerstört hatte. Doch statt einer Absage wurde in Windeseile ein Ausweichquartier in der Haselünner Stadthalle organisiert. Und in der zweiten Woche konnten die älteren Kinder dank der vielen Helfer im Hintergrund wieder die Zeit auf dem Zeltplatz verbringen. Für die CDU-Kreistagsabgeordnete Juliane Große Neugebauer ist das Team „über sich hinausgewachsen“.

Mit Rock-, Pop- und Musicalsongs umrahmte die Schola Surwold das fast dreistündige Programm.


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