Thema Rahmenbedingungen Landvolk und Sparkasse laden zum Agrarforum in Lingen

Sie freuen sich auf das 2. Sparkassen-Agrarforum in Lingen, v.l.: Lambert Hurink, Marco Berndsen, Hermann Wester, Marco Menne und Georg Schröer. Foto: Tobias BöckermannSie freuen sich auf das 2. Sparkassen-Agrarforum in Lingen, v.l.: Lambert Hurink, Marco Berndsen, Hermann Wester, Marco Menne und Georg Schröer. Foto: Tobias Böckermann

Meppen/Lingen. Am 23. November veranstaltet die Vereinigung des Emsländischen Landvolks (VEL) gemeinsam mit der Sparkasse Emsland das 2. Sparkassen-Agrarforum. Thema ist die „Entwicklung landwirtschaftlicher Familienbetriebe auf Grundlage der rechtlichen Rahmenbedingungen.“

Die Informations- und Diskussionsveranstaltung hatte in diesem Rahmen erstmals 2015 stattgefunden, damals in Papenburg . In diesem Jahr sind Landwirte und Interessierte am 23. November um 9.30 Uhr ins IT-Zentrum in der Kaiserstraße 10 b in Lingen eingeladen.

Dabei geht es in erster Linie um die zahlreichen rechtlichen Rahmenbedingungen, die den Alltag von Landwirten mitbestimmen: Baugesetzbuch, Höfeordnung, Bürgerliches Gesetzbuch oder Naturschutzauflagen bilden hohe Hürden für Betriebe, die ihren Hof erweitern oder umstrukturieren wollen.

Deshalb haben die Veranstalter mit Helmar Hentschke einen Fachanwalt für Agrarrecht aus Potsdam eingeladen. Er wird anhand praktischer Beispiele erläutern, welche Möglichkeiten und Hemmnisse sich bei der Planung und Umsetzung eines Stallbauvorhabens ergeben können.

Außerdem wird die Agraringenieurin Wiebke Wohler einen Vortrag über die Absicherung der landwirtschaftlichen Betriebsleiterfamilien und deren Betrieben halten. Wohler ist Beraterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Nach den beiden Vorträgen besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Moderiert wird die Veranstaltung von Lambert Hurink, Hauptgeschäftsführer des Emsländischen Landvolkes.

Bei der Vorstellung des diesjährigen Agrarforums in Meppen waren sich Georg Schröer (Leiter Unternehmenskommunikation der Sparkasse), Sparkassenvorstand Marco Menne, Firmenkundenbetreuer Agrar, Marco Berendsen, Landvolk-Präsident Hermann Wester und Lambert Hurink klar, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft in ihrer Bedeutung kaum überschätzt werden könnten.

Denn auf der einen Seite habe sich die Landwirtschaft zu einer nach wie vor boomenden Branche entwickelt, auf der anderen Seite mache es die Politik gerade jungen Landwirten schwer, in neue tierschutzrelevante Technik und verbesserte Ställe zu investieren, weil es dafür kaum Baugenehmigungen gebe.

„In diesem Spannungsfeld wollen wir nach Lösungen suchen“, sagte Lambert Hurink. Hermann Wester ergänzte: „Tierwohl und Baurecht beißen sich“.

Marco Menne (Sparkasse) erläuterte, die Landwirtschaft sei das drittgrößte Geschäftsfeld der Bank. „Niedersachsen ist und bleibt Agrarland“. Deshalb sei die Begleitung von Unternehmen in ihrer Entwicklung und die Unterstützung des Agrarforums naheliegend.

Die Veranstalter bitten Teilnehmer um Anmeldung bis zum 18. November per Mail an veranstaltungen@sparkasse-emsland.de. Eingeladen sind Landwirte, sowie Berater und Vertreter des sogenannten vor- und nachgelagerten Bereiches.


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