Längere Zeit unbewohnbar? Nach Feuer in Meppen: Ordnungsamt hilft bei Unterbringung

Von Carola Alge

Unbewohnbar ist derzeit das Mehrfamilienhaus in der Orde in Meppen nach dem Feuer. Foto: NWM-TVUnbewohnbar ist derzeit das Mehrfamilienhaus in der Orde in Meppen nach dem Feuer. Foto: NWM-TV

Meppen. Es brennt. Wohnungen werden, wie aktuell im Fall des Mehrfamilienhauses in den Kämpen in Meppen vor wenigen Tagen, vorübergehend unbewohnbar. Was nun?

Oft hilft das Ordnungsamt der Stadt Meppen. So auch in der Nacht zum Sonntag bei dem Feuer in der Orde. Stelle sich heraus, dass Personen nicht selbst, sprich bei Freunden oder Familienangehörigen, unterkommen können, wird der Fachbereichsleiter eingeschaltet. Er sorgt für eine vorübergehende Unterbringung in vorwiegend städtischen Unterkünften. Stehen diese nicht zur Verfügung, wird auf örtliche Pensionen, Hotels etc. ausgewichen.

Schnell evakuiert

Im aktuellen Fall, dem Sechs-Parteien-Haus In den Kämpen, befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes vier Personen im Alter von 27 bis 56 Jahren und ein Gast im Haus. Sie konnten schnell und problemlos evakuiert werden. Bis auf einen Betroffenen haben alle selbst eine vorübergehende Unterkunft gefunden, ein Mann wurde in städtischem Wohnraum untergebracht. Nach Auskunft des vor Ort zuständigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes Rainer Ahrens seien keine Anfragen der übrigen Mieter, die sich zum Zeitpunkt des Feuers nicht im Haus befanden, eingegangen, bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich zu sein.

Giftiger Brandrauch

Das Mehrfamilienhaus in der Meppener Orde ist vor allem durch den Brandrauch derzeit nicht bewohnbar. „Insbesondere durch die vielen Kunststoffe in den Haushalten entsteht giftiger Brandrauch, der ein Haus bzw. eine Wohnung unbewohnbar macht“, so Franz Hornung von der Feuerwehr Meppen.

Reinigung durch Fachfirma

Wie geht es nun im aktuellen Brandfall weiter? Nach Abschluss der Ermittlungen durch die Polizei wird sich, so Petra Augustin, Pressesprecherin der Stadt Meppen, auf Anfrage, der Hauseigentümer mit seiner Versicherung in Verbindung setzen müssen. Darüber hinaus werde eine Fachreinigungsfirma beauftragt. Nach der Reinigung erfolgen Begutachtung und Freigabe durch einen Sachverständigen. Wie lange das Gebäude unbewohnbar ist, ist derzeit nicht absehbar. Die Stadt rechnet jedoch mit mehreren Wochen, möglicherweise auch Monaten.

Versicherungsunterlagen prüfen

Einen Tipp für den Fall eines Falles hat die Feuerwehr Meppen: Sie rät dazu, Versicherungsunterlagen regelmäßig zu sichten und Versicherungen, wenn nötig, auf den aktuellen Stand zu bringen. „Alte Policen beinhalten in vielen Fällen keine Versicherung von Brandfolgeschäden bzw. bei Firmen keine Betriebsunterbrechungsversicherung. Diese Unterlagen sollte man regelmäßig entsprechend prüfen“, empfiehlt Hornung.