Finale des fünftägigen Wettbewerbs Tschechien gewinnt Schäferhunde-WM in Meppen

Von Heiner Harnack


Meppen. Mit den letzten Wettkämpfen und den Siegerehrungen ist am Sonntag in Meppen die WUSV-Weltmeisterschaft für Deutsche Schäferhunde zu Ende gegangen. Die Mannschaftswertung entschied Tschechien für sich.

Die Hänsch-Arena, bisher „Wohnzimmer des deutschen Hundesports“, wurde von WUSV-Präsident Heinrich Meßler erneut geadelt und darf sich ab sofort „Luxus-Suite“ nennen. Über fünf Tage lieferten sich Teilnehmer aus allen Kontinenten spannende Wettkämpfe, die von knapp 20.000 Besuchern, zum Großteil Fachpublikum aus der ganzen Welt, besucht wurden.

Meßler lobte das gesamte Team um die beiden Organisatoren Heinz und Michael Gerdes, die eine rundum gelungene Veranstaltung angeboten hätten. „Was wir hier gesehen haben, war einmalig in Bezug auf die Leistung der Hunde, deren Hundeführer und der Richter“, meinte der WUSV-Präsident. (Weiterlesen: Teilnehmer aus 42 Nationen bei Schäferhunde-WM)

Fairness allerorten

Besonders die Fairness des Publikums und der Sportler untereinander habe ihn sehr bewegt. „In fünf Tagen habe ich nicht einen Pfiff gegen irgend jemanden gehört“, so Meßler, der anfügte, dass selbst Mannschaften aus Ländern, die derzeit politisch nicht gut miteinander könnten, größte Fairness, sogar Freundschaft, bewiesen hätten. „Dazu bedanke ich mich bei allen Behörden in der Stadt an der Ems, die stets ein offenes Ohr gezeigt haben.“

Es sei für ihn faszinierend, wie in Meppen alles miteinander harmonisiere, zollte Meßler weiteres Lob. Der Präsident ließ durchblicken, dass er sich Meppen durchaus als ständigen Sitz des Schäferhundesports vorstellen könne.

Knapper Erfolg für Vaclav Ouska

Heinz Gerdes wollte vor allen Dingen die rund 200 Ehrenamtlichen nicht vergessen, ohne die eine solche Veranstaltung überhaupt nicht zu stemmen gewesen wäre. „Nachdem Südkorea als Veranstaltungsland keine Mehrheit bekam, begannen wir im Januar 2013 mit den Planungen für die WM in Meppen“, ließ Gerdes durchblicken, wie lang die Vorbereitungszeit gewesen sei.

Spannend wurde es zum Schluss in der Einzelwertung. Vaclav Ouska aus der Tschechischen Republik konnte sich mit seinem Hund Qvido Vepeden mit 289 Punkten knapp vor Jozef Adamuscin mit Harysson Ad-Gür aus der Slowakei, die nur einen Punkt weniger erringen konnten, durchsetzen. Rang drei ging an den Niederländer Sjack Cnossen mit Pablo von Hamersslag, die 283 Punkte sammelten.

Dreifacher deutscher Sieg

Auch in der Mannschaftswertung stand Tschechien ganz oben. Das Team setzte sich mit 846 Punkten auf Platz eins vor die USA, die 831 Punkte errangen. Der dritte Platz ging an die Slowakei, die sich 825 Zähler gutschreiben lassen konnte.

Bei den am Samstag und Sonntag stattfindenden Agility-Wettbewerben auf dem B-Platz des Stadions konnte sich im A3-Bereich, Größe Large, der Hunde, Josef Kötting mit Lynn auf Platz eins setzen. Zweite wurde Sonja Götz mit Daria, Dritte Sabine Janku mit Eloa, die alle Deutschland vertraten.

Foreman beglückwünscht Teilnehmer

Während der Abschlussfeier, bei der in einem gut gefüllten Stadion noch einmal alle Teams einmarschierten, zollten Landtagspräsident Bernd Busemann, Landkreis-Dezernent Marc-André Burgdorf sowie Bürgermeister Helmut Knurbein den Veranstaltern ihren großen Respekt und sprachen unisono von einer gelungenen Veranstaltung, die sowohl die Stadt Meppen als auch der Landkreis in guter Erinnerung behalten würden.

Boxchampion George Foreman hatte es sich nicht nehmen lassen und war zum dritten Mal in die Hänsch-Arena gekommen, um die Teilnehmer zu beglückwünschen. Foreman verriet der Redaktion ganz nebenbei, dass die US-TV-Serie „Rin Tin Tin“ aus den 1950er Jahren, die auch in Deutschland lief, sein Faible für Schäferhunde ausgelöst habe. Die nächste Weltmeisterschaft wird 2017 im niederländischen Tilburg ausgetragen. (Weiterlesen: Boxlegende George Foreman von Meppen begeistert)


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