Radler und Spaziergänger gestochen Nach Hornissen-Angriff: Feuerwehr sperrt in Meppen Waldweg ab

Von Manfred Fickers


Meppen. Weil Hornissen Spaziergänger und Radfahrer angegriffen und gestochen haben, hat die Feuerwehr Meppen am Sonntagnachmittag einen Waldweg im Esterfelder Forst gesperrt.

Dennoch ist eine Fahrradgruppe kurz nach 16 Uhr über den gesperrten Weg gefahren und wurde prompt von den Hornissen angegriffen. Ein Mann erlitt wegen eines Stichs einen allergischen Schock, seine Mitfahrer riefen den Notarzt. Der Verletzte wurde nach der Erstversorgung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Das Nest der unter Schutz stehenden Insekten befindet sich in einem Baum direkt über dem Waldweg in einem bei den Meppenern beliebten Naherholungsgebiet. Zum Nisten haben die Hornissen einen Vogelnistkasten in einer alten Eiche genutzt. Nachdem mehrere Spaziergänger und Radfahrer von den Großwespen attackiert wurden, die sich anscheinend von der Bewegung in Nestnähe bedroht fühlten, alarmierten Passanten die Feuerwehr.

Gegen 13 Uhr rückte die Freiwillige Feuerwehr Meppen an und sperrte vorläufig den Waldweg in großem Abstand zum Hornissennest ab. Sie verständigte Rudi Burghardt aus Fehndorf, ehrenamtlicher Hornissen-Berater beim Landkreis Emsland. Er soll eine Entscheidungshilfe liefern, ob das Nest umgesiedelt werden kann oder ob der Weg gesperrt bleiben soll, bis das Hornissenvolk beim Eintritt kühlerer Witterung stirbt.