Auf zur Space Academy Meppener macht Astronautentraining in Alabama

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Oliver Hankofer reist im kommenden Jahr von Meppen zur Space Academy nach Huntsville, Alabama, in den USA. Foto: HankoferOliver Hankofer reist im kommenden Jahr von Meppen zur Space Academy nach Huntsville, Alabama, in den USA. Foto: Hankofer

Meppen. Die Weltraumfahrt fasziniert den Meppener Oliver Hankofer. Im nächsten Jahr reist er zur Space Academy in die USA.

Insgesamt elf Deutsche haben es bislang ins All geschafft. „Doch es ist möglich, diesem Traum wohl vieler Kinder ein Stückchen näher zu kommen“, berichtet Hankofer . Der 42-Jährige sammelt leidenschaftlich spacige Artefakte, möchte sich aber nicht damit begnügen. „Selbst in Deutschland gibt es einiges zu entdecken, wie beispielsweise das Astronauten-Trainingszentrum der ESA in Köln. Interessant sind für mich jedoch immer wieder Reisen zu amerikanischen Schauplätzen der Weltraumfahrt“. Hankofer besuchte vier Mal das Kennedy Space Center in Florida und absolvierte dort ein Probetraining für Astronauten. „Einen halben Tag lang wurden wir dort in verschiedene Simulatoren gesteckt“.

Doch im nächsten Jahr reist Hankofer nach Huntsville, Alabama wo neben dem U. S. Space and Rocket Center, das Space Camp liegt. „Es gab 1985 einen Film namens Space Camp. Den habe ich gleich mehrfach im Kino gesehen. Es hat mich fasziniert, wie Kinder an das Thema Raumfahrt herangeführt wurden und natürlich gerieten die Kinder im Film auch noch ‚versehentlich‘ ins All. Damals sagte ich mir: Da muss ich hin!“

„Space Camp gibt es auch als Erwachsenenversion ‚Space Academy‘. Drei bis vier Tage werden wichtige Prinzipien eines bemannten Raumfluges simuliert. Mit dem Multiachsentrainer wird die Situation einer außer Kontrolle geratenen Raumkapsel simuliert. Man wird dort ordentlich herumgeschleudert. Es gibt Schwerelosigkeitstrainer und selbstverständlich die Nachstellung von Außenbordmissionen und der Umgang mit den Bordinstrumenten verschiedener Raumfahrzeuge. Eine bunte Mischung aus Action, Lernen, Abenteuer und einfach Neues entdecken“, berichtet Hankofer. „Ich versuche, mich ein wenig darauf vorzubereiten und frische derzeit meine Englisch-Kenntnisse auf, treibe viel Sport und übe Flugmanöver in Ultraleichtflugzeugen.“

Auf seinen Reisen ist er schon vielen Gleichgesinnten begegnet. „Man merkt, dass man mit dem Hobby nicht ganz alleine ist. In Deutschland fehlt uns an vielen Stellen der Enthusiasmus für diese Themen. Ganz anders in den USA. Wer an der Weltraumküste Floridas unterwegs ist, spürt die Begeisterung für die Raumfahrt, der sieht das Leuchten in den Augen derjenigen, die dort mit Herz und Seele an der Sache arbeiten. Das hat mich fasziniert und zieht mich immer wieder dorthin“.

„Viele kommerzielle Anbieter werden in den nächsten Jahren bemannte Raumfahrt betreiben. Ob nun aus Eigenantrieb oder im Auftrage von Regierungsbehörden. Die kommerzielle Raumfahrt ist der richtige Weg, vielleicht sogar ein Weg, der mich selbst nach oben bringt“, schmunzelt der Sportpilot Hankofer. Doch bis dies soweit ist, stehen irdische Abenteuer an: „Das nächste Ziel wäre ein Parabelflug – gerne würde ich einmal Schwerelosigkeit erleben.“


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