Mitgliederversammlung Männerberatung wichtiges Thema beim SKM in Meppen

Von Gerd Mecklenborg

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Einstimmig gewählt: Der neue SKM-Vorstand, bestehend aus v.l. Heinz Wessels, Heinz Bröring, Manfred Fickers, Jürgen Scholz, Wolfgang Bruns und Günter Göken. Foto: Gerd MecklenborgEinstimmig gewählt: Der neue SKM-Vorstand, bestehend aus v.l. Heinz Wessels, Heinz Bröring, Manfred Fickers, Jürgen Scholz, Wolfgang Bruns und Günter Göken. Foto: Gerd Mecklenborg

Meppen. Auf der Mitgliederversammlung des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM) in Meppen wurde der Vorsitzende Günter Göcken im Amt bestätigt. Ein wichtiges Thema beim Verband ist die Stärkung der Männerberatung und Gewaltprävention vor Ort.

Nach einem geistlichen Impuls, gesprochen von Diakon Jürgen Scholz , informierte Rüdiger Jähne, Referent für Männerarbeit im SKM-Bundesverband, über seine Arbeit. Jähne sprach sich dafür aus, hilfesuchende Männer in sozialen Beratungseinrichtungen durch männliches Fachpersonal zu beraten. „Männliche Kommunikationsmuster erleichtern in der Praxis sehr oft den Dialog zwischen Hilfesuchenden und Beratern, denn natürlich macht es einen Unterschied, wenn Männer mit Männern arbeiten“, sagte er. Es fehle in der Landschaft der sozialen Arbeit an passgenauen Angeboten für Männer.

Mehr Männer für die Beratung gefordert

Jähne stellte sein Beratungskonzept anhand eines Wahrnehmungsmodells vor. „Dem liegt zugrunde, mit welchem Blick und mit welcher Haltung wir als Berater in ein Gespräch gehen“, sagte er. Der soziale Bereich sei oft eine Frauendomäne, es müssten mehr Männer ausgebildet und spezifisch in Männerfragen eingesetzt werden, forderte Jähne. „Das soll in keiner Weise die fachliche Kompetenz der in der Beratung tätigen Fachfrauen in Frage stellen, es ist praktisch halt so, dass ein Mann für einen Mann der bessere Ansprechpartner bei Krisen und Problemen ist.“ Auf die Frage, inwieweit gut ausgebildete Ehrenamtliche Beratungstätigkeiten übernehmen könnten, antwortete Jähen. „In einem Pool von Fachleuten integriert, macht das durchaus Sinn“. Man müsse den Fortbildungsbedarf der Mitarbeiter und den Einsatz von Fachkräften -auch unter finanziellen Gesichtspunkten- konkret erörtern, so der Tenor nach dem Vortrag.

Aufwand für neue Geschäftsstelle hat sich gelohnt

Bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes ging Günter Göken näher auf die Ausstattung und Kosten der Renovierung der neuen Geschäftsstelle ein. Der Aufwand habe sich gelohnt, „denn unsere Mitarbeiter haben einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz verdient“, sagte der Vorsitzende, der anschließend die Versammlungsteilnehmer über die aktuelle Migrationsarbei t, Entwicklungen aus dem Fachbereich Verfahrenspflege und aus dem Bereich der Jugendhilfe informierte. Das Projekt „Aktiv gegen häusliche Männergewalt“ habe man nach einem Erlass des Innenministeriums einstellen müssen . „Enttäuschend war die fehlende Unterstützung der Landesbehörde und der SPD auf Landesebene“, sagte Göken.

Vorstandswahl reine Formsache

Die Vorstandsneuwahlen gestalteten sich als reine Formsache. Einstimmig votierte die Versammlung für die Wiederwahl von Günter Göken (1. Vorsitzender), für Heinz Bröring (Neuwahl 2. Vorsitzender), für die Beisitzer Heinz Wessels, Wolfgang Bruns und Manfred Fickers sowie für Jürgen Scholz (geistlicher Beisitzer). Mit viel Beifall und einem Präsent wurde Heinz Wessels aus seinem Amt als 2. Vorsitzender verabschiedet.


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