Zwei neue Einsatz-Fahrzeuge Die Feuerwehr Meppen verbessert ihre Ausstattung

Von Heiner Harnack


Meppen. Gleich zwei neue Fahrzeuge konnte die Freiwillige Feuerwehr in ihren Fuhrpark übernehmen. In einer Feierstunde wurden der neue Kommandowagen und der Gerätewagen-Logistik der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der neue Kommandowagen (KDOW) werde als Fahrzeug für die Wehrleitung und für Fahrten der Erkundung und der Absicherung eingesetzt, wie Pressesprecher Franz Hornung kurz vor der Feierstunde den technisch Interessierten erklärte. Der Ford Kuga kann dank seiner Motorleistung und Geländegängigkeit auch an schwer zu erreichende Einsatzorte gelangen, erzählte Hornung. Der Anschaffungspreis für das Fahrzeug, das über permanenten Allradantrieb, digitale Funkausrüstung, Verkehrssicherungsgeräte und eine Sanitätsausstattung verfügt, betrug rund 35.000 Euro.

Der neue Gerätewagen-Logistik auf einem MAN-Allrad-Fahrgestell mit einem Gewicht von 13 Tonnen, einer Motorleistung von 290 PS und einem Preis von 186.000 Euro sei vor allen Dingen für Nachschubtransporte bei Einsätzen vorgesehen, erläutert der Pressesprecher. Dieses neue Fahrzeug ergänze den Wechsellader-Rollcontainer. „Das Besondere ist, dass wir während der Fahrt über die Hecklade-Klappe bis zu 2.000 Meter Rollschläuche innerhalb von zehn Minuten verlegen können“, sagt Hornung. Das sei besonders wichtig bei Einsätzen in den Stadtrandgebieten und weit abgelegenen Gehöften, wo das Verlegen der Schläuche sehr viel Zeit benötige. Dazu habe der Zahn der Zeit an dem über 20 Jahre alten Vorgängermodell genagt, das seinerzeit mithilfe von Sponsorengeldern Meppener Firmen für Feuerwehreinsätze umgebaut werden konnte, weiss Franz Hornung. In der Feuerwache Meppen sind derzeit 14 Fahrzeuge für unterschiedliche Einsatzzwecke stationiert.

Stadtbrandmeister Norbert Konen dankte der Stadt Meppen für die finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung der Fahrzeuge und erklärte, dass der KDOW bei einem Tauchereinsatz an der Ems die Ausrüstung bis in unwegsames Gelände an der Ems transportieren konnte. „Das Fahrzeug hat sich also schon bewährt“, freut sich Konen. Bürgermeister Helmut Knurbein erklärte, dass es für die Stadt sehr schnell klar gewesen sei, dass die Fahrzeuge in dieser Ausstattung wirklich gebraucht werden. „Zudem sind die Aufgaben der Feuerwehr heute so vielfältig, dass es sehr spezieller Technik bedarf.“ Der Rat habe darum einen einstimmigen Beschluss zur Beschaffung gefasst.

Marc-André Burgdorf als Vertreter des Landkreises Emsland wies darauf hin, dass die Kameradschaft immer noch das Wichtigste sei. „Wenn man sich nicht auf den Nebenmann verlassen kann, bringt die beste Technik nichts.“ Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff verwies darauf, dass vor Jahrzehnten das Löschen die Hauptaufgabe gewesen sei. Heute seien Spezialisten mit diversen Geräten und Fahrzeugen erforderlich. Die Segnung der neuen Technik nahmen Pastor Ralf Krüger und Diakon Thorsten Giertz vor.


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