Bürger aus 99 Ländern Meppen unterstreicht seine kulturelle Vielfalt

Von Ann-Christin Fischer

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Meppen. Es war ein Zeichen für die Eingliederung: Am Wochenende fand in Meppen zum zweiten Mal das Fest der Kulturen statt und zog wieder Hunderte Besucher auf den Marktplatz.

Sonntagmorgen zehn Uhr: Es regnet nicht, es gießt in Strömen. Doch um kurz vor 14 Uhr lichtet sich der Himmel und pünktlich um 14.30 Uhr scheint die Sonne. Auf dem Marktplatz in der Meppener Innenstadt läuft in diesem Moment die halbe Welt ein. Rund 20 Vertreter verschiedener Länder tragen ihre Flagge und flanieren vom Rathaus zur Bühne. Meppen zeigt Flagge, Vielfalt und Heimatverbundenheit.

99 Nationen in Meppen

Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Elisabeth Mecklenburg, betrat als letzte die Bühne, steckte ihre Meppen-Flagge zu den anderen und sagte auf der Fremdsprache, die so gut wie jeder Emsländer kennt: „Ick bün Elisabeth Mecklenburg und ick koam ut Meppen.“ Vor ihr sprachen Mitbürger aus der Schweiz, Finnland, den Niederlanden, dem Sudan, Tschetschenien oder auch Syrien. „Bei uns in Meppen leben Menschen aus 99 Ländern. Ein kleiner Teil ist auf der Bühne vertreten, um die Vielfalt unserer Kulturen widerzuspiegeln.“

Musik, Tanz und kulinarische Köstlichkeiten

Auf dem Marktplatz hatten die Veranstalter, Sponsoren und Vereine ihre Stände aufgebaut und präsentierten internationale Speisen wie Pieroggen mit Eier und Schnittlauch oder gefüllte Zaubernüsse mit Karamellfüllung. Das Bühnenprogramm beeindruckte mit einer bunten Vielfalt. Direkt zu Beginn sangen die Mitglieder des Vereins Zusammenkunft der Kulturen den Song „Oh Kinder dieser Welt“ und baten darum, dass Frieden auf der Welt herrscht.

Abwechslungsreiches Bühnenprogramm

Moderator Christian Hüser vom Freiwilligenzentrum führte die Besucher durch das Programm , das von der Stadt, der AWO, dem DRK, dem SKM, dem Freiwilligenzentrum des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und zahlreichen weiteren Ehrenamtlichen organisiert und mitgestaltet wurde. Die Zuschauer klatschten bei Tänzen aus Burjatien und Russland, die Inna Schulze und Larissa Klein aufführten. Oder bei der Gruppe „Talora“, die orientalischen Flair in die Kreisstadt zauberte. Die Line-Dance-Gruppe Silver-Lining hatte musikalische Tanzeinlagen für die Westernfans parat, kurdisch wurde es bei der Gruppe „Koma Kurdistan“. Jonas Egbers sang, wie die Band der Musikschule Sommer, in die Menge hinein, während diese gemütlich von einem zum anderen Stand flanierten.

Bürgermeister Helmut Knurbein sagte: Nach so einem tollen Erfolg im letzten Jahr freue ich mich, dass wir das Fest der Kulturen in diesem Jahr wieder aufleben lassen können.“ Er zeigte sich in vielerlei Hinsicht beeindruckt. Von der Organisation, der ehrenamtlichen Tätigkeit und der Vielfalt, die es mittlerweile im Emsland gibt: „Ihre Geschichten würden Bücher füllen und ich freue mich, dass wir heute die Chance haben, um viele Gespräche zu führen und den Nebenmann besser kennenzulernen.“


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