Kritik auch am Landkreis AfD-Chef Hampel wirft Gegnern in Meppen SA-Methoden vor

Hauptredner Armin-Paul Hampel (AfD-Landesvorsitzender) in Meppen. Foto: Lars SchröerHauptredner Armin-Paul Hampel (AfD-Landesvorsitzender) in Meppen. Foto: Lars Schröer

Meppen. Ihre erste öffentliche Kundgebung im Emsland hat die Alternative für Deutschland (AfD) am Sonntag in Meppen abgehalten. Hauptredner war Landesvorsitzender Armin-Paul Hampel.

AfD-Kreisvorsitzender Danny Meiners beklagte, dass „eine demokratische Partei wie die AfD mit undemokratischen Mitteln an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte gehindert“ werde. Da bei den beiden vorab abgesagten Veranstaltungen in Gaststätten in Meppen und Haren ein „Shitstorm gegen Wirte losgetreten“ wurde, führe man die Veranstaltung in Meppen unter freiem Himmel durch. Laut Meiners habe es „Drohungen mit Brandanschlägen“ gegeben. Das seien „SA-Methoden“.

Meiners forderte die CDU-Mehrheitsfraktion im emsländischen Kreistag unterdessen auf, sich „um die Löcher in Straßen und Wegen zu kümmern.

Zehn Kandidaten

Die AfD tritt in allen zehn Wahlbereichen des Emslandes mit jeweils einem Kandidaten an. In Meppen ist es der 66-jährige Hartmut Krüger. Er warf dem Landkreis eine „verfehlte Berufsbildungspolitik vor“. In den Berufsbildenden Schulen im Emsland müsse zudem massiv investiert werden.

Hauptredner Hampel sprach von einer „AfD-Erfolgsgeschichte“ in Deutschland. Sie sei inzwischen in acht Landtagen vertreten. Diese Bilanz wolle man beiden nächsten beiden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern weiter aufbessern. Weitere Ziele seien der Einzug in niedersächsische Kommunalparlamente sowie in den Deutschen Bundestag.

Generalabrechnung

In seiner sehr langen Rede unternahm er eine Generalabrechnung mit der Landes-, Bundes- und Europapolitik. Der Euro spalte Europa „Wir wollen ein Europa der Vaterländer“, sagte der 59-Jährige. Er kritisierte die Verteidigungspolitik, ebenso wie die Wirtschafts- und Bildungspolitik: „Die Menschen spüren, dass die Dinge schlechter werden oder gar nicht gemacht werden.“

Pfeifkonzert

Auch die Flüchtlingspolitik griff er an. Mit den „rund 50 Milliarden Euro“ solle Deutschland die Flüchtlinge in deren Herkunftsländern unterstützen. Es sei ein Irrsinn, die Menschen hierher zu holen. „Ihnen ist hier auch viel zu kalt“, behauptete er. Er wagte zudem die These: „Die Menschen werden sich in einigen Jahren in den dreckigsten Jobs bei uns wiederfinden.“ Ein riesiges Pfeifkonzert löste er bei den Gegendemonstranten mit einem weiteren Spruch aus: „Während Ali und Hassan bei uns im Café sitzen, ziehen unsere jungen Männer in deren Länder in den Krieg.“

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