250 Gegendemonstranten Gegendemo in Meppen: „AfD ist rechtspopulistische Partei“


Meppen. 200 bis 250 Zuhörer hatte sich AfD-Kreisvorsitzender Danny Meiners bei der Kundgebung der Alternative für Deutschland am Sonntag auf dem Meppener Windthorstplatz erhofft. Es kamen sogar weit über 300, davon waren jedoch nach Polizeiangaben rund 250 Gegendemonstranten.

Die Organisation „Grenzenlos - Antirassistisches Engagement“ hatte kurzerhand zu einer Gegenveranstaltung aufgerufen. Ihr Sprecher Thomas Adolf gab die Devise aus: „Wir wollen die AfD stoppen und verhindern.“ Zuerst versammelten sich rund 100 am Domhof in Meppen. Per Megafon sagte Adolf: „Die AfD ist eine rechtspopulistische Partei, die Feindseligkeit und Neid hervorbringt“. Ein weiterer Redner, der nicht namentlich genannt werden wollte, sprach von „menschenverachtenden Argumenten“. Immer würde schüre die AfD zudem den Antisemitismus. Offiziell löste Adolf in Absprache mit der Polizei, die mit weit über 50 Kräften im Einsatz war, dann die Veranstaltung am Domhof auf. Die Demonstranten zogen daraufhin quer durch die Meppener Fußgängerzone zum Windthorstplatz zur offiziell angemeldeten AfD-Kundgebung.

Vielfalt statt Einfalt

Mit Plakaten wie „Vielfalt statt Einfalt“, „Kein Platz für Nazis“, „Meppen ist bunt“ und „Refugees welcome“ verschafften die inzwischen rund 250 Gegendemonstranten ihrem Unmut Luft. Die rund 90-minütige AfD-Kundgebung begleiten sie mit Pfiffen und Tröten sowie Megafonen. Zudem versuchten sie die Wortbeiträge der AfD-Redner mit Sprüchen wie „Halt die Fresse“, „Nazis raus“ und „Hampelmann“ zu unterbinden. AfD-Landesvorsitzender Armin-Paul Hampel griff seinerseits die Demonstranten unter dem Applaus der gut 50-AfD-Anhänger an: „Keiner von ihnen hat schon einmal richtig gearbeitet. Sie schreien, wir machen“. AfD-Kreisvorsitzender Heiner Rehnen aus Heede kündigte zum Schluss sogar an: „Wir werden mit einer stattlichen Anzahl in den emsländischen Kreistag einziehen.“ Dann sei auch Schluss mit einem solchen Krach, wie auf der Demonstration in Meppen „auf Kosten der Steuerzahler“.

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