Wunsch der Anlieger Fasanenstraße: CDU Meppen lehnt Mehrfamilienhaus ab

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Meppen. Mit Applaus haben Anwohner der Fasanenstraße das Versprechen des Meppener CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Tallen quittiert. Danach werde es mit der CDU in ihrer Straße maximal zwei Wohneinheiten pro Grundstück geben.

Bei einem Ortstermin mit rund 50 Anwohnern und CDU-Politikern am Mittwoch sagte Tallen: „Das Stadtentwicklungskonzept sieht aktuell bis zu vier Wohneinheiten für die Fasanenstraße vor.“ Tatsächlich gebe es auch Bauinteressenten, die ein solches Vorhaben auf einem Grundstück dort realisieren wollen. Hierfür soll ein bestehendes älteres Wohnhaus abgerissen werden.

Tallen sagte jedoch: „Die CDU-Stadtratsfraktion lehnt diesen grundsätzlichen Beschluss nach dem Stadtentwicklungskonzept ab.“ Vielmehr wollten die Christdemokraten sich jeden Antrag genau anschauen und gezielt den „Kontakt zu den betroffenen Anwohnern“ aufnehmen.

CDU gegen Nachverdichtung

Die CDU spreche sich zwar nicht grundsätzlich gegen eine Nachverdichtung aus, werde aber jeden Fall einzeln prüfen. Ziel müsse es auch sein, die städtebaulichen Strukturen und die sozialen Nachbarschaften zu erhalten. „Genau diese sehen wir hier in der Fasanenstraße in Gefahr.“

Der CDU-Sprecher versprach den Anwohnern: „Wir werden mit der CDU-Mehrheit im Bau- und Planungsausschuss am 29. August einen Beschluss mit maximal zwei Wohneinheiten verabschieden.“ Den bindenden Beschluss würde dann der Verwaltungsausschuss der Stadt Meppen in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 1. September fällen. Hier besitzt die CDU sechs von elf stimmberechtigten Sitzen.

Straße besteht seit 1950

Im Namen der Anwohner sagte Mechthild Daguhn, dass die Fasanenstraße „seit 1950 besteht und eine gewachsene Familienstruktur besitzt“. Zum einen lebten hier Anwohner „bis ins hohe Alter in ihren eigenen vier Wänden, da sie von Angehörigen, Pflegekräften aber auch Nachbarn“ versorgt würden. Zum anderen lebten hier aber auch über 50 Kinder, vorwiegend im Grundschulalter.

Die Anwohner hofften jetzt, dass die Stadt diese Bereiche nicht Investoren opfert, die „statt einer städtebaulich homogenen Gesamtsituation eine wirtschaftliche Maximalausnutzung der Grundstücke verfolgen“.

Unterdessen sagten Barbara Kruse und Thomas Niehoff, dass sich auch die benachbarten Straßen Nachtigallenwäldchen und Koppelschleuse gegen eine Verdichtung aussprechen.

Anwohner Jan-Gerd Blanke ärgerte sich in diesem Zusammenhang über Äußerungen von möglichen Investoren, wonach die Bewohner der Fasanenstraße „etwas gegen Ausländer“ hätten. Das Gegenteil sei der Fall. So lebten in einem Haus u.a. Syrer, zu denen man enge Kontakte pflege.


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