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Sechs Bewerber Stadt Meppen ehrt zwei Studenten mit Ludwig-Windthorst-Preis

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Ins goldene Buch der Stadt trugen sich Ministerpräsident David McAllister, die beiden Preisträger Jens Crueger (hinten, links) und Jonathan Horstmann unter den Blicken von Bürgermeister Jan-Erik Bohling ein. Fotos: Hermann-Josef MammesIns goldene Buch der Stadt trugen sich Ministerpräsident David McAllister, die beiden Preisträger Jens Crueger (hinten, links) und Jonathan Horstmann unter den Blicken von Bürgermeister Jan-Erik Bohling ein. Fotos: Hermann-Josef Mammes

Meppen. Die Stadt Meppen hat jetzt erstmals den Ludwig-Windthorst-Preis verliehen. Preisträger sind der Hamburger Jens Crueger (2000 Euro) und der Frankfurter Jonathan Horstmann (1000 Euro).

Insgesamt bewarben sich sechs Studenten der Fachrichtungen Geschichte, Politik, Jura sowie Religions-, Staats- und Sozialwissenschaften um den erstmals ausgelobten Wissenschaftspreis zum Leben von Ludwig Windthorst.

Alle sechs warteten voller Spannung auf die Rede von Juror Professor Dr. Hans-Georg Aschoff. Unter dem Applaus der fast 200 Gäste im Ludwig-Windthorst-Gymnasium Meppen gab er das „weitgehend einstimmige Votum“ der fünfköpfigen Jury bekannt. Der 28-jährige Crueger erhielt den ersten Preis für sein Essay ,,Die Perle von Meppen — Ludwig Windthorst als Vorbild für den Parlamentarismus im 21. Jahrhundert“. Die wissenschaftliche Arbeit gebe „aufschlussreiche Einsichten in das heterogene Innenleben der Zentrumsfraktion“ und führe „unbekannte Facetten“ von Ludwig Windthorst auf. „Ich freue mich riesig“, sagte das ehemalige Mitglied der Grünen in der Bremer Bürgerschaft. Die Recherche habe ihm viel Freude bereitet. Obwohl Crueger als auch der zweite Preisträger Jonathan Horstmann verfassten ihre Arbeiten erst, als sie in den Universitäten die Ausschreibungen der Stadt Meppen für den Ludwig-Windthorst-Preis vor rund einem Jahr entdeckten. Horstmann ist gebürtiger Braunschwieger und studiert an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main u. a. Soziologie. Sein Werk trägt den Titel: „Ludwig Windthorst oder: Wer ein christlicher Politiker ist.“

Wie aktuell das politische Wirken des Zentrumspolitikers immer noch ist, zeigte eine Casting-Show des Theaterpädagogischen Zentrums Lingen; zwischen Sängern und Tänzern bewirbt sich der nur 150 cm große Mann mit seien Werten wie Freiheit, Toleranz, Recht und Demokratie, für die es sich auch heute noch lohnt zu kämpfen. Musikalisch gestaltet wurde der Festakt vom Ensemble „Emsland-Brass“.


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