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26.06.2016, 17:30 Uhr KOMMENTAR

Anwälte einer Haltung

Ein Kommentar von Tim Gallandi


„No to racism“, zu deutsch:„Nein zum Rassismus“ heißt eine Kampagne der UEFA (im Bild Fußballer Yaya Touré). Ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt wurde jetzt auch in Meppen. Symbolfoto: Imago Sportfotodienst„No to racism“, zu deutsch:„Nein zum Rassismus“ heißt eine Kampagne der UEFA (im Bild Fußballer Yaya Touré). Ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt wurde jetzt auch in Meppen. Symbolfoto: Imago Sportfotodienst

Meppen. Die Teilnehmer der Banner-Aktion des Meppener Initiativkreises „Stolpersteine“ haben sich – wie diverse Fußballstars in einer UEFA-Kampagne – mit ihrem Gesicht zu Anwälten einer Haltung gegen Rassismus gemacht. Dafür gebührt ihnen Anerkennung. Ein Kommentar.

Die Kapitäne der Fußballteams, die derzeit in Frankreich um den EM-Titel spielen, tragen den Slogan „No to racism“, zu deutsch „Nein zum Rassismus“ auf ihrer Binde. Flankierend gibt es TV-Spots, in denen Messi, Ronaldo oder Ibrahimovic eben diese Worte sprechen.

Zwischen der Kampagne der UEFA und der jüngsten Banner-Aktion des Meppener Initiativkreises „Stolpersteine“ gibt es Parallelen. Dort sind es weltbekannte Fußballstars, hier ganz normale Bürger, aber sie alle machen sich mit ihrem Gesicht zum Anwalt einer Haltung, die Rassismus nicht duldet.

Natürlich ist das erst einmal eine symbolische Sache, und gewiss ist es keine unmittelbare Hilfe für Menschen, denen rassistische Vorurteile entgegenschlagen oder die unter Ausgrenzung zu leiden haben. Dennoch, um den Fokus auf die Meppener Aktion zu lenken, gebührt den Initiatoren ebenso wie allen, die Gesicht zeigen, Anerkennung dafür. Denn sie leisten einen Beitrag, um Menschenrechte, Toleranz und Respekt in den Köpfen aller zu verankern. Auch wenn – oder gerade weil – es noch immer ein langer Weg ist.


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