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Ehrenamt hat Zukunft Parlamentarischer Staatssekretär Kues besucht die „Grünen Schwestern“ in Meppen

Von Willi Rave

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Über den ehrenamtlichen Einsatz der 37 „Grünen Schwestern“ im Ludmillenstift hat die Leiterin Ingrid Höppener den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Dr. Hermann Kues und seine Begleiter informiert. Das Foto zeigt (von links) Hermann Kues, Ingrid Höppener, Karl-Heinz Knoll, Juliane Große-Neugebauer und Wilhelm Wolken. Foto: Willy RaveÜber den ehrenamtlichen Einsatz der 37 „Grünen Schwestern“ im Ludmillenstift hat die Leiterin Ingrid Höppener den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Dr. Hermann Kues und seine Begleiter informiert. Das Foto zeigt (von links) Hermann Kues, Ingrid Höppener, Karl-Heinz Knoll, Juliane Große-Neugebauer und Wilhelm Wolken. Foto: Willy Rave

rav Meppen. Zusammen mit dem Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Meppen, Karl-Heinz Knoll, und Julia Große-Neugebauer vom Stadtverband der Union hat der parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Hermann Kues, die „Grünen Schwestern“ im Meppener Ludmillenstift besucht.

Den Gästen ging es nach eigenem Bekunden darum, sich über die Arbeit der wegen ihrer grünen Kittel im Volksmund als „Grüne Schwestern“ bezeichneten 37 Frauen zu informieren. Zudem sei es ihm als Stellvertreter von Ministerin Kristina Schröder ein besonderes Anliegen, das ehrenamtliche Engagement der Katholischen Krankenhaushilfe zu würdigen. Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken bezeichnete diese in seiner Begrüßung als „Aktivposten in unserem Haus“.

Die Leiterin der Gruppe, Ingrid Höppener, stellte den Gästen das Tätigkeitsfeld der „Grünen Schwestern“ vor. Das Spektrum reiche vom Begleitdienst bei der stationären Aufnahme über die vielfältigen Aufgaben des Besuchsdienstes und den Bücherei- bis zum Friseurdienst. „Wir bieten den Patienten an, uns ihre Wünsche, die über den medizinischen und pflegerischen Bereich hinausgehen, mitzuteilen“, sagte Ingrid Höppener.

Die seit 1984 im Ludmillenstift bestehende Krankenhaushilfe werde von den Frauen „aus christlicher Überzeugung und mit der Bereitschaft zum sozialen Engagement“ ausgeübt. Die meisten Mitglieder der Gruppe leisteten jede Woche zwischen drei und dreieinhalb Stunden.

Dank und Lob

Wie viel Zeit „Grüne Schwestern“ in ihren ehrenamtlichen Dienst der Nächstenliebe investieren, machte die Leiterin am Beispiel einer Mitarbeiterin deutlich, die in 15 Jahren mehr als 3000 Arbeitsstunden investiert habe.

Hermann Kues und seine Begleiter zeigten sich von den unentgeltlich erbrachten Leistungen der Frauen, die ihre von Patienten erhaltenen Geldgeschenke für soziale Einrichtungen spenden, sichtlich beeindruckt. „Sie gestalten das Krankenhausklima menschlich“, sagte der Staatssekretär.

Auf die Frage, ob das Ehrenamt Zukunft habe, verwies er darauf, dass sich in Deutschland zurzeit über 23 Millionen Bürger ehrenamtlich einsetzten. Und am Beispiel des Freiwilligendienstes zeige sich, dass die Bereitschaft, sich für die Allgemeinheit zu engagieren, steige. „Die Politik muss dabei nicht reglementieren, sondern den Boden dafür bereiten, dass das Ehrenamt die ihm gebührende Anerkennung findet“, betonte er.

Die Leiterin der Gruppe gab zu bedenken, dass sich bei Frauen, die gezwungen seien, ihre Rente durch regelmäßige Arbeit aufzubessern, der Antrieb zum ehrenamtlichen Einsatz in Grenzen halte. Eine andere „Grüne Schwester“ befürchtete, dass die verlängerte Lebensarbeitszeit die Bereitschaft, sich nach dem Ruhestand noch ehrenamtlich zu engagieren, mindern werde.


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