Caritas und Polizei kooperieren HaLT-Projekt in Meppen gegen Alkoholmissbrauch

Von Georg Hiemann

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Caritas und Polizei verstärken Zusammenarbeit im Projekt „HaLT –  Hart am Limit“: Marion Feldmann, Friederike Lindgen (beide Caritas), Raimund Brinkmann und Hartmut Bruns ( v. l.). Foto: Georg HiemannCaritas und Polizei verstärken Zusammenarbeit im Projekt „HaLT – Hart am Limit“: Marion Feldmann, Friederike Lindgen (beide Caritas), Raimund Brinkmann und Hartmut Bruns ( v. l.). Foto: Georg Hiemann

Meppen. Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, ist Ziel des Caritas-Projektes „HaLT – Hart am Limit“.

Die Meppener Fachambulanz der Caritas für Suchtprävention und Rehabilitation und die Meppener Polizei wollen ihre schon bisher gute Kooperation verstärken. „Eine effektive Prävention bei Jugendlichen kann nur gemeinsam in einem Netzwerk mit anderen Akteuren gelingen“, unterstrichen Marion Feldmann als Leiterin der Meppener Fachambulanz und Sozialpädagogin Friederike Lindgen für die Caritas sowie Polizeihauptkommissar Raimund Brinkmann und Polizeioberkommissar Hartmut Bruns. „ HaLT “ ist ein Frühinterventionsprogramm im Alkoholbereich, das sich an Kinder und Jugendliche richtet, deren Alkoholkonsum jegliches Maß überschritten hat.

Proaktiver Baustein

„HaLT“ besteht aus zwei Bausteinen. Der „proaktive Baustein“ zielt auf Sensibilisierung von Jugendlichen und Erwachsenen ab. Dies geschieht vor allem durch präventive Maßnahmen und Initiativen auf kommunaler Ebene. Dazu gehören eine konsequente Umsetzung des Jugendschutzes bei Veranstaltungen, im Handel usw. sowie die Sensibilisierung von Eltern, Lehrkräften und Verkaufspersonal. Das Projekt arbeitet im Bereich der „proaktiven Bausteine“ eng mit anderen regionalen Präventionskräften zusammen.

Reaktiver Baustein

Der „reaktive Baustein“ des Projektes befasst sich mit Kindern und Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen behandelt werden. Wenn die Ärzte von ihrer Schweigepflicht durch den Jugendlichen und seine Eltern entbunden werden, erfolgt eine Kontaktaufnahme mit dem Mitarbeiter des HaLT -Projektes. Das erste Gespräch mit dem Jugendlichen und seinen Eltern erfolgt zeitnah in der Klinik.

Polizei begrüßt Projekt

Brinkmann begrüßte ausdrücklich das Projekt, da gerade die Polizei in einer Vielzahl der Fälle als erste Instanz mit den Jugendlichen zu tun hat. „Das Datenschutzgesetz verhindert aber eine Weitergabe von Daten. Aber das Projekt gibt uns jetzt die Möglichkeit, auf Eltern und ihre Kinder einzuwirken, Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen“. Alkoholkonsum habe nicht immer den „Lustig-Effekt“, sondern oft tragische Folgen. Eine Vielzahl der Straftaten und von Unfällen gehe auf erhöhten Alkoholkonsum zurück. Marion Feldmann und Raimund Brinkmann unterzeichneten die Vereinbarung..


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