zuletzt aktualisiert vor

Dreimal gab es die Gesamtnote 1,0 Meppener Marianum verabschiedet 126 Abiturienten

Von Helmut Diers


Meppen. Nach einem ansprechenden Abschlussgottesdienst in der Esterfelder Kirche St. Maria zum Frieden haben am Samstag Schulleitung, Lehrer und Eltern des Meppener Gymnasiums Marianum 126 Abiturienten aus dem Schulalltag in einen neuen Lebensabschnitt entlassen. Zwei weitere Schüler erreichten den schulischen Teil der Fachhochschulreife.

Schulleiter Leo Pott ließ die Abiturienten nur schweren Herzens ziehen. „Euer Verhalten während der gesamten Schulzeit bis heute war geprägt von sozialer Haltung und Kompromissbereitschaft. Wir konnten uns auf Euch verlassen. Ihr seid toll zusammengewachsen.“

Zunächst berichtete Pott von herausragenden Leistungen der Abiturienten. Insgesamt hätten elf Schüler eine Durchschnittsnote unter 1,5 erreicht. Eine Schülerin habe eine 1,1 erzielt. Dreimal laute das Ergebnis sogar 1,0. „Das verdient Lob und Anerkennung“, sagte er.

Die Bedeutung einer Abinote könne man allerdings unterschiedlich bewerten. Die Erfahrung zeige aber, „ob 3,6 oder 1,0 – wichtig ist, was Ihr daraus macht, denn Schulnoten bewerten nun einmal in erster Linie schulische Leistungen, nicht die individuelle Persönlichkeit eines Menschen mit all ihren Facetten und Begabungen.“

Schulleiter kommt ins Schwärmen

Der Schulleiter schwärmte geradezu von dem Abiturjahrgang. „Das habt ihr gut hinbekommen“. Sein Dank galt allen Lehrern, Eltern und weiteren Personen, die zum Erfolg der jungen Menschen auf dem Marianum beigetragen haben. Dann griff Pott das Abimotto der Abiturienten „Abikropolis – die Götter verlassen den Olymp“ auf. Im ersten Moment habe er gedacht, „geht es nicht auch eine Nummer kleiner?“ Schnell sei er umgeschwenkt und habe darin einen besonderen gedanklichen Tiefgang entdeckt. Deshalb rief Pott den Abiturienten zu: „Abikropolis – Europa wartet auf Euch und braucht Euch, denn auch Ihr seid Europa, das Europa der Zukunft!“ Er bemerkte auch, „Abikropolis – die Demokratie und der demokratische Rechtsstaat sind ein hohes Gut, das es zu sichern und verteidigen gilt – und auch Ihr seid das Volk!“ Wichtig sei aber ebenfalls, wenn man zu neuen Ufern aufbreche, dass die „Abiturienten nicht die Bedeutung eines vereinten Europas und eines demokratischen Rechtsstaates aus dem Auge“ verlieren. „Wir zählen auf Euch!“, schloss Pott.

Schicksalsschläge gemeistert

Die Schülervertreterinnen Sophia Nimz und Josefine Brauer verwiesen darauf, dass man in den acht Jahren Marianum viel erlebt habe, auch Schicksalsschläge habe verarbeiten müssen. „Alles hat uns fester zusammengeschweißt“, betonten sie. Ihr Dank galt allen Lehrern, ganz besonders dem Jahrgangskoordinator Norbert Möhn. „Wir hätten uns kaum bessere Lehrer für die Abiturvorbereitungen wünschen können.“ Die Elternvertreterinnen Dunja Gimbel und Helga Meyer brachten ihre Freude und ihren Stolz über die Leistung der Kinder zum Ausdruck. „Geht selbstbewusst Euren Weg zum nächsten Olymp!“, griffen auch sie das Abimotto noch einmal auf. Glück- und Segenswünsche des Ehemaligen- und Fördervereins überbrachte dessen Vorsitzender Winfried Diekmann, der die Vermutung aus dem Abimotto zog, dass es jetzt für die Abiturienten auf eine große Reise gehe. Seine Bitte an die Abiturienten. „Treten Sie dem Verein noch heute bei. Die ersten beiden Jahre sind beitragsfrei!“

Nobert Möhn verabschiedete sich von „seinen“ Schülern mit den Worten, „Ihr könnt vieles, was nicht in Punkten auf dem Zeugnis auszudrücken ist“. Und der Abichor unter der Leitung von Pia Mühlenstedt verkündete zum Abschluss, was alle sowieso schon bis dahin vernommen hatten: „Wir sind groß!“