Als der Kirchturm verschwand Buch über Krieg und Nachkriegszeit in Meppen

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mf Meppen. Bis heute ist die Propsteikirche St. Vitus in Meppen ein Mahnmal für die Folgen des Zweiten Weltkriegs. Darauf nimmt der Buchtitel „Als unser Kirchturm verschwand ...“ Bezug, das die Jahre 1944 bis 1950 darstellt.

Bei der Buchvorstellung im Stadtmuseum Rentei zeichnete der Sprecher der Geschichtswerkstatt des Heimatvereins, Heribert Rüther, die Entstehungsgeschichte des Buches nach. 1995 veranstaltete der Heimatverein in der Rentei die Ausstellung „Als unser Kirchturm verschwand ...“, in der Kriegsereignisse, Besatzungszeit und das Emshochwasser im Februar 1946 dargestellt wurden. Auf Wunsch vieler Besucher wurde eine gleichnamige Broschüre mit Bildern und Texten der Ausstellung zusammengestellt, die bald vergriffen war. Aufgrund wiederholter Nachfragen kam 2014 der Gedanke an eine Neuauflage auf. Aber inzwischen war neues Material aufgetaucht, es gab Lücken in der ursprünglichen Konzeption und die Heimathistoriker hatten zusätzliche Erkenntnisse gewonnen. Daraus ist eine zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage entstanden, die besonders die Besatzungszeit und das Schicksal der Flüchtlinge die nach Meppen kamen berücksichtigt. Fünf neue Texte und viele bislang unveröffentlichte Fotos wurden eingefügt, sagte Rüther.

Der Heimatvereinsvorsitzende Christoph Behnes dankte den zwölf Mitgliedern der Geschichtswerkstatt und besonders den Autoren der neuen Beiträge, Ewald Buhl, Robert Fitzner, Heinz Kleene, Heiner Schüpp und den Schülern des Gymnasiums Marianum, David Golkowski und Johannes Temmen, die ein Zeitzeugengespräch mit Gerhard Hugenberg führten. Behnes konnte zur Buchpräsentation Ferdinand Volmer begrüßen. Volmer steuerte Fotos bei, die er nach Kriegsende in seiner Heimatstadt aufgenommen hat. Ohne Sponsoren wäre eine Neuauflage des Buchs nicht möglich gewesen, erklärte der Heimatvereinsvorsitzende. Hier gab es Unterstützung vom Heimatverein für den Altkreis Meppen, der Sparkasse Emsland und der Stadt Meppen, die bei der Vorstellung des Buchs durch Bürgermeister Helmut Knurbein und Erster Stadtrat Bernhard Ostermann vertreten war.

Heiner Schüpp bezeichnete die Kombination aus den Ergebnissen von 20 Jahren Forschungsarbeit, zusätzlichen Zeitzeugenberichten und der Zusammenarbeit mit dem Gymnasium als einen Glückfall für das ganze Projekt. Es ergänzt die vom Heimatverein herausgegebene Reihe, deren bislang jüngstes Werk „Als in Meppen die Lichter angingen“ von Wilhelm Aldrian über die Anfänge der Stromversorgung in der Stadt noch erhältlich ist.

Das Buch „Als unser Kirchturm verschwand ...“ — Kriegsende und Nachkriegszeit in Meppen ist bei der Geschäftstelle des Heimatvereins im Stadtmuseum, im örtlichen Buchhandel und in der Geschäftsstelle der Meppener Tagespost erhältlich.


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