„Nachbesserungsbedarf“ Verkehrsclub Emsland für Rufbus zwischen Meppen und Rheine

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Die Kritik an der Streichung der Spät-Verbindnung der Bahn sonntags bis donnerstags von Meppen nach Rheine zieht weitere Kreise. Der Verkehrsclub Deutschland kritisiert auch weitere Informationsmängel, so an den Fahrplanaushängen. Foto: VCDDie Kritik an der Streichung der Spät-Verbindnung der Bahn sonntags bis donnerstags von Meppen nach Rheine zieht weitere Kreise. Der Verkehrsclub Deutschland kritisiert auch weitere Informationsmängel, so an den Fahrplanaushängen. Foto: VCD

Meppen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Kreisverband Emsland, bemängelt die Informationspolitik hinsichtlich der Änderungen im Fahrplan zu den Spätverbindungen auf der Emslandstrecke.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) möge die Westfalenbahn beauftragen, sonntags bis donnerstags einen Schnellbus (Rufbus) als Spätverbindung zwischen Meppen und Rheine einzusetzen. Diese Regelung sollte bis zum nächsten Fahrplanwechsel gelten. Grundsätzlich bedürfe es der Nachbesserung der gedruckten Fahrpläne.

Anlass für die Forderungen ist die Kritik von Fahrgästen: Mit Übernahme des Verkehrs durch die Westfalenbahn im Dezember 2015 fährt der letzte Zug nach Rheine 23.13 Uhr ab Meppen nur noch freitags und samstags. An allen anderen Tagen der Woche bleibt der Zug in Meppen stehen und fährt am nächsten Morgen um 4.50 nach Münster. „Der ‚zusätzliche‘ Zug 4.50 Uhr wurde von der Westfalenbahn und der LNVG als Besteller des Nahverkehrs breit beworben worden. Dass dafür der Zug um 23.13 Uhr wegfällt, wurde dagegen öffentlich nicht kommuniziert. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich nun Reisende und insbesondere Berufspendler am Sonntag beschweren“, so der VCD .

Informationsdefizite

Der Zug 23.13 Uhr ab Meppen fuhr zu Zeiten der Deutschen Bahn (DB) überwiegend bis Münster, wechselte in Rheine aber die Zugnummer. In den Fahrplänen war der Zug deshalb auch nur bis Rheine angegeben; umsteigen konnte man nicht, weil die „Umsteigezeit“ zu kurz war. Dass eine solche Verbindung schlecht genutzt wurde, dürfte nicht verwundern, so der VCD. Wer aber nun glaube, das sei eine Eigenart der DB, sehe sich getäuscht. „In den gedruckten Fahrplanunterlagen der Westfahlenbahn für den RE15 „Emslandexpress“ fährt der letzte Zug am Freitag und Samstag auch nur bis Rheine, der Anschluss nach Münster wird nicht aufgeführt. Ähnliche Informationsdefizite zeigen sich bei der zweiten angekündigten Neuerung, den Spätverbindungen aus Richtung Süden am Freitag und Samstag mit Ankunft in Meppen um 0.30 Uhr. Der letzte Zug am Freitag und Samstag nach Meppen hat in Rheine Anschluss aus Münster, dort Abfahrt 23.13 Uhr. Dies ist aber ebenso nicht in den Taschenfahrplänen, den Bahnhofsaushängen und der elektronischen Kursbuchtabelle der DB erwähnt“, betont der VCD in einer Pressemitteilung.

Fahrgastpotenzial

Hier bestehe Nachbesserungsbedarf, „um das vorhandene Fahrgastpotenzial auch auszuschöpfen. Noch besser wäre es natürlich, man bräuchte in den genannten Fällen in Rheine nicht umzusteigen, es sind schließlich Züge der gleichen Firma, die dort verkehren. Generell sollten Fahrpläne nicht nur an der Systematik der Bahnmitarbeiter, sondern auch am örtlichen Bahnnutzer ausgerichtet sein.“


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